Schwedinnen heiraten trotz Verbotes homosexueller Beziehungen in Indien

3. November 2008, 12:09
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Junge Frauen konnten Priester mit ihrer Liebe überzeugen: Trauung fand am Monument des Taj Mahal statt

Neu Delhi - Am berühmten indischen Liebes-Monument des Taj Mahal hat ein schwedisches Lesben-Paar den Bund der Ehe geschlossen. Obwohl homosexuelle Beziehungen in Indien verboten sind, konnten die beiden jungen Frauen den Priester des benachbarten Mahadeva-Shiva-Tempels dazu überreden, sie in einer hinduistischen Zeremonie zu verheiraten, wie die indische "Mail Today" am Montag berichtete. Die 19-jährige Sandra und die ein Jahr jüngere Sarah behängten sich dem Ritual zufolge gegenseitig mit Girlanden. Sandra machte die auf der Stirn ihrer Braut mit rotem Pulver ein Zeichen, bevor das Paar siebenmal um ein Feuer schritt.

Liebe seit Kindheitstagen überzeugendes Argument

Auch wenn im Hinduismus eigentlich keine Heiraten zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren vorgesehen seien, sei er von der Liebe der beiden Frauen zum Taj Mahal als Denkmal der Liebe beeindruckt, sagte Priester Dharm Das der Zeitung. Die beiden Frauen sagten, sie liebten sich schon seit Kindheitstagen. Das Paar lebt seit Jahresanfang in Neu Delhi und arbeitet für eine Kinderhilfsorganisation. (APA/Ag.)

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    Foto: REUTERS/Brijesh Singh


    Das Taj Mahal ist ein weißes Marmor-Denkmal, das Großmogul Shah Jahan seiner geliebten Frau Mumtaz Mahal bauen ließ, nachdem diese 1631 im Kindbett gestorben war.

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