"Studienchecker" an Schulen

3. November 2008, 12:01
2 Postings

Beratungslehrer sollen bei Wahl des geeigneten Fachs helfen - Pilotphase startet an 40 Schulen in Wien, Salzburg und Tirol

Wien - In Wien, Salzburg und Tirol werden Schüler, die im kommenden Schuljahr maturieren sollen, erstmals von "Studiencheckern" bei der Entscheidung für Studium oder Beruf umfassend beraten. Speziell geschulte Lehrer informieren ab November über Studienfächer und andere Ausbildungen. Ein Interessensfragebogen soll die Auswahl einschränken, die psychologische Studentenberatung hilft bei der Testauswertung. Zusätzlich finden Info-Tage von Österreichischer HochschülerInnenschaft (ÖH) und Arbeitsmarktservice (AMS) statt, erklärte Projektleiter Paul Wilkens vom Wissenschaftsministerium der APA.

Start in Wien, Salzburg und Tirol

Das von Unterrichts- und Wissenschaftsministerium initiierte Pilotprojekt "Studienchecker" startet im November mit dem Einsatz von Schüler- bzw. Bildungsberatern an 40 allgemeinen (AHS) und berufsbildenden höheren Schulen (BHS) in Wien, Salzburg und Tirol. Schon jetzt gibt es laut Wilkens an jeder Schule mindestens zwei Lehrer mit dieser Zusatzaufgabe, für das Projekt "Studienchecker" wurden sie im Oktober von Schulpsychologen und der Psychologischen Studentenberatung im Umgang mit dem Interessensfragebogen "Explorix" geschult.

"Neigungen kennenlernen"

Innerhalb von drei Stunden werden diese Berater mit knapp 3.750 Schülern der 7. Klasse AHS bzw. der 4. Klasse BHS eine Portfoliomappe mit Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten durchgehen und ihnen erklären, nach welchen Kriterien sie ihre Wahl treffen sollten. Sie sind außerdem für eine erste Besprechung der "Explorix"-Ergebnisse zuständig, mit dessen Hilfe die Schüler der 157 teilnehmenden Klassen ihre "Neigungen vielfältiger kennenlernen und reflektieren" sollen, wie es in einer Infobroschüre zu dem Projekt heißt.

Psychologe analysiert

Ab Februar 2009 kommt schließlich in jedem der Bundesländer ein Experten der Psychologischen Studentenberatung an die Schulen, um die "Explorix"-Ergebnisse genauer zu analysieren und die Jugendlichen bei einer Entscheidung zu unterstützen. Im Mai sollen zusätzlich Vertreter von ÖH, AMS und Studienbeihilfebehörde Einblicke in die Studienpraxis und mögliche Berufsfelder geben.

Das Projekt "Studienchecker" soll nach positiver Evaluation "Schritt für Schritt" ausgeweitet und schlussendlich bundesweit durchgeführt werden, so Wilkens. (APA)

"Fragebogen zur Selbstreflexion": Explorix

Share if you care.