Erste Tests: Intels Core i7 bringt deutliche Geschwindigkeitszuwächse

3. November 2008, 11:21
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Vor allem Anwendungen mit mehreren Threads profitieren massiv - "Turbo-Boost"-Modus schaltet sich automatisch ein, kostet aber auch mehr Strom

Hinter dem Codenamen "Nehalem" verbirgt sich die wohl aktuell wichtigste Hardwareneuerung bei Intel: Die Core i7-CPUs - wie sie offiziell genannt werden - sollen die die letzten Jahre dominierende Core2-Architektur ablösen und mit zahlreichen grundlegenden Verbesserungen die Marktposition des Herstellers ausbauen.

Tests

So zumindest das Versprechen von Intel, ein Versprechen von dem sich mittlerweile aber auch die ersten TesterInnen überzeugen konnten, seit Montag erlaubt das Unternehmen auch die Veröffentlichung der ersten Benchmarks. Und tatsächlich sind sich die diversen Hardware-TesterInnen weitgehend einig: Der Core i7 bringt erhebliche Geschwindigkeitszuwächse gegenüber den bisherigen Intel-CPUs.

Lauf

So hat etwa heise die neue Top-CPU Core i7-965 Extreme Edition näher unter die Lupe gekommen, dabei zeigt sich, dass die Vorteile vor allem bei Anwendungen mit starker Parallelisierung deutlich spürbar sind. Demnach war die mit vier Kernen ausgestattet und mit 3,2 GHz getaktete CPU beim Kompilieren eines Linux Kernels um satte 26 Prozent schneller als das aktuelle Top-Modell von Intel - der Core 2 Extreme QX9770, der ebenfalls mit 3,2 GHZ läuft. Noch deutlicher der Vorsprung beim Rendering des Cinebench-Benchmarks, der Geschwindigkeitszuwachs betrug hier 34 Prozent.

Boost

Zu den zentralen Verbesserungen des Core i7 gehört die Wiederauferstehung des einst mit dem Pentium 4 eingeführten - und zwischenzeitlich wieder begrabenen - Hyper-Threadings. Eine weitere Spezialität der "Nehalem"-CPUs ist der "Turbo-Modus", ist dieser aktiviert können sich die CPUs selbsttätig übertakten - dies allerdings nur wenn gerade nicht aller Kerne voll ausgelastet werden. Bis zu 5 Prozent Speed-Zuwachs soll das bringen, allerdings schnellt dabei auch der Stromverbrauch spürbar in die Höhe.

Verkauf

Im Handel sollen die ersten Core i7-CPUs noch im November erhältlich sein, die Prozessoren werden dabei wohl vorerst nur in High-End-Desktop-Rechnern verbaut werden. Immerhin rangiert der Listenpreis zwischen 284 US-Dollar (Core i7-920) und 999 US-Dollar (Core i7-965 Extreme Edition), abzuwarten bleibt auch in welchen Stückzahlen Intel die neuen Modelle vom Start weg liefern kann. Mittelklasse-CPUs der Core i7-Architektur peilt der Hersteller erst für das dritte Quartal 2009 an. (red)

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    grafik: intel
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