Bänder bei BMW stehen still

3. November 2008, 16:12
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In den bayerischen Werken des Autobauers hat man sich angesichts der schwachen Nachfrage eine Produktionspause verordnet, Autozulieferer Bosch schickt Mitarbeiter in "Kurzarbeit"

München - In den bayerischen Werken des Autobauers BMW stehen ab heute (Montag) die Bänder still. Das Unternehmen hat sich angesichts der schwachen Nachfrage auf den weltweiten Automärkten eine Produktionspause verordnet. Rund 40.000 Mitarbeiter bleiben damit zu Hause. Betroffen von dem fünftägigen Produktionsstopp im Freistaat sind die Werke München, Regensburg und Dingolfing.

Vergangene Woche hatte bereits die Produktion im Werk Leipzig für vier Tage geruht. Durch die Pausen in den Werken will BMW die Produktion in diesem Jahr um 25.000 Fahrzeuge zurückfahren und damit auf die sinkende Nachfrage reagieren. Im September verbuchte der Konzern mit seinen Marken BMW, Mini und Rolls-Royce einen Absatzrückgang um 14,6 Prozent auf rund 121.000 Fahrzeuge.

Auch im Berliner BMW-Werk hatte es bis vergangenen Freitag eine Produktionspause gegeben. Grund für die seit langem geplante Unterbrechung von insgesamt zwölf Tagen waren laut BMW Umbauten für künftige Produkte. Da die Nachfrage nach Motorrädern üblicherweise im zweiten Halbjahr schwächer ist, sei die Produktionspause in diese Zeit gelegt worden. In dem Werk in Spandau mit rund 2100 Beschäftigten werden vor allem Motorräder gebaut, aber auch Teile für die Autoproduktion, unter anderem Bremsscheiben.

Kurzarbeit bei Bosch

Der deutsche Autozulieferer Bosch schickt wegen der Absatzflaute auf den Automärkten 3.500 Mitarbeiter für sechs Monate in Kurzarbeit. Betroffen sei der Standort Bamberg, sagte ein Sprecher von Bosch am Montag in Stuttgart. Die Mitarbeiter fertigten dort vor allem Diesel-Komponenten. Die übrigen 4.500 Beschäftigten am Standort Bamberg seien von der Kurzarbeit nicht betroffen und produzierten weiter Benzin-Systeme und Zündkerzen.

"Wir verhandeln an weiteren Standorten mit dem Betriebsrat über Maßnahmen", sagte der Sprecher. Der tageweise Ausfall der Produktion reiche zum Teil nicht aus, um auf die Produktionskürzungen bei den Autoherstellern aufzufangen. "Es ist nicht auszuschließen, dass es an weiteren Standorten zu Kurzarbeit kommt", sagte der Sprecher. (APA)

 

 

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