Wissen: Doping und Medikation

2. November 2008, 18:24
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Seit 1. Juni 2006 unterscheidet der Weltreiterverband FEI in seinen Regularien zwischen Doping und unerlaubter Medikation. Als gedopt gelten Pferde, die zum Zwecke der Leistungssteigerung etwa mit Anabolika oder Psychopharmaka behandelt wurden. Ein Nachweis zieht die Disqualifikation sowie eine Sperre des Reiters von bis zu zwei Jahren nach sich.

Die verbotene Medikation wird von der FEI in zwei Klassen unterteilt:


Klasse A: Behandlung der Pferde mit Beruhigungs- oder Betäubungsmitteln. Konsequenz: Disqualifikation, Sperre bis zu einem Jahr.


Klasse B: Behandlung mit Medikamenten, die keine Leistungssteigerung bewirken und auch im Futter vorkommen können. Konsequenz: Disqualifikation, Verwarnung oder Sperre.


Grundsätzlich gilt im Springreiten, aber auch in der Dressur die sogenannte Nulllösung. Demnach sind keinerlei unangemeldete medikamentöse Behandlungen erlaubt. Pferde, die bei Turnieren antreten, dürfen im Urin und im Blut keinerlei körperfremde Stoffe aufweisen. Es gibt keine Grenzwerte. (lü - DER STANDARD PRINTAUSGABE, 3.11. 2008)

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