Bank in Portugal wird wegen Finankrise verstaatlicht

2. November 2008, 18:04
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Die kleine Privatbank Banco Portugues de Negocios hat 700 Millionen Euro Verlust eingefahren und holt als Erste Hilfe vom Staat

Lissabon - Der internationale Finanzkrise ist nun auch die erste Bank in Portugal zum Opfer gefallen. Die Regierung habe die kleine Privatbank Banco Portugues de Negocios (BPN) verstaatlicht, teilte das Finanzministerium am Sonntag mit. BPN hatte der Nachrichtenagentur Lusa zufolge 700 Millionen Euro Verlust eingefahren. Eine Bestätigung der Zahl gab es zunächst nicht. Die Bank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Experten halten die führenden Banken des südeuropäischen Landes im Rahmen der Finanzkrise im Allgemeinen für wenig gefährdet. Gründe sei die konservative Vergabepraxis für Kredite und das Ausbleiben eines Immobilienbooms wie im Nachbarland Spanien. (APA/Reuters)

 

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