Überraschend viele Frühwähler in Georgia: "Vorteil für Obama"

1. November 2008, 22:56
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Bundesstaat wählte traditionell republikanisch

Atlanta - Im US-Bundesstaat Georgia haben überraschend vieler Bürger die Möglichkeit der Frühwahl genutzt. Nach Angaben der Behörden vom Samstag gab mehr als jeder dritte Wahlberechtigte vor dem eigentlichen Termin am 4. November seine Stimme ab. Den Daten zufolge waren etwa 35 Prozent der Frühwähler Schwarze. Allgemein wird davon erwartet, dass diese Gruppe überwiegend Barack Obama wählt, den schwarzen Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. Die US-Bürger wählen eigentlich erst am Dienstag den Nachfolger von George W. Bush. Doch haben sie in zahlreichen Bundesstaaten die Möglichkeit, bereits vor dem offiziellen Termin ihre Stimme abzugeben.

In Georgia gaben nach Angaben der Wahlbehörden bis zum Ende der Frühwahl-Periode am Freitagabend rund zwei Millionen der 5,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Dies würde einem Anteil von 35 Prozent entsprechen. 2004 hatte der Anteil der Frühwähler in Georgia rund 20 Prozent betragen.

Georgia wählt traditionell überwiegend republikanisch. 2004 hatte Bush dort mit rund 17 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Jüngsten Umfragen zufolge liegt der republikanische Kandidat 2008, John McCain, in dem Bundesstaat mit vier Prozentpunkten vor Obama.

Landesweit führt Obama allerdings. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage von Reuters, C-SPAN und Zogby lag er mit 49 zu 44 Prozent fünf Prozentpunkte vor McCain. Am Freitag hatte der Vorsprung des schwarzen Senators noch sieben Prozentpunkte betragen. Die Fehlermarge der per Telefon durchgeführten Umfrage beträgt etwa drei Punkte. (APA/Reuters)

 

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