Bremen zaubert sich aus der Krise

2. November 2008, 19:15
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5:1 gegen Hertha erster Sieg des Vize­meisters seit sechs Spielen - Torfabrik Hoffenheim brummt weiter - Bayern schon Dritter

Mannheim  - 1899 Hoffenheim hat die Tabellenführung in der deutschen Fußball-Bundesliga auch nach der 11. Runde mit Erfolg verteidigt. Der Aufsteiger (25 Punkte), bei dem Andreas Ibertsberger bis zur Pause spielte, feierte gegen den Karlsruher SC im ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion einen 4:1-(1:1)-Sieg und zog damit wieder an Bayer Leverkusen (bereits am Freitag 2:0 gegen VfL Wolfsburg) vorbei. Während der Hamburger SV enttäuschte (0:3 bei Hannover 96), feierten Meister Bayern München (3:1 gegen Arminia Bielefeld) und Werder Bremen (5:1 gegen Hertha BSC) mit Sebastian Prödl wichtige Siege.

Die Hoffenheimer boten in Mannheim neuerlich einen tollen Offensivfußball und wurden vor allem nach dem Seitenwechsel, als die Gegenwehr der Gäste etwas nachließ, mit Toren belohnt. Vedad Ibisevic (15.) hatte die Elf von Ralf Rangnick wie erwartet in Führung geschossen, nach dem schnellen Ausgleich durch Sebastian Freis (20.) durfte der KSC, der vor der Pause von der mangelnden Chancenauswertung der Hausherren profitierte, aber zumindest auf einen Punktezuwachs hoffen.

Je länger das Spiel dauerte, umso löchriger wurde die KSC-Abwehr. Chinedu Obasi (67.) bekam den Ball von Ibisevic unabsichtlich serviert und ließ KSC-Goalie Miller keine Chance. Kurze Zeit später sorgte abermals Ibisevic (75.) mit seinem bereits 13. Saisontreffer per Kopf für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte wiederum Obasi (78.) der zum 4:1 abstaubte. Bei allen drei Treffern nach der Pause hatte Hoffenheims "Mr. Standard" Sejad Salihovic, der in der 38. Minute eingewechselt wurde, die Vorarbeit geleistet.

Goalie Ramazan Özcan kam beim Tabellenführer einmal mehr nicht zum Einsatz, Linksverteidiger Andreas Ibertsberger wurde nach einer unauffälligen Leistung in der Halbzeit ausgetauscht. Für die vor eigenem Publikum weiter ungeschlagenen Hoffenheimer (5 Siege, 1 Remis) war es bereits der fünfte Sieg in Serie (Torverhältnis 17:5). Für die ohne dem gesperrten Kapitän Maik Franz angetretenen Gäste (14./9) setzte es hingegen die fünfte Niederlage en suite.

Einen Erfolg gab es auch für Sebastian Prödl. Er spielte beim 5:1-Kantersieg von Werder Bremen (8./16) gegen Hertha BSC (6./18) im Weser Stadion als rechter Außenverteidiger durch und sah in der 68. Minute die Gelbe Karte. Die Berliner brachten sich durch ein schnelles Eigentor von Gojko Kacar (14.) selbst auf die Verlierstraße, Diego (20.), Markus Rosenberg (42.) und Claudio Pizarro mit einem Doppelpack (60., 85.) machten schließlich den Sack zugunsten des Vizemeisters zu, bei dem Diego eine überragende Partie spielte. Cicero (68.) hatte für die Hertha zwischenzeitlich auf 1:4 verkürzt. Die Bremer, die ihre eigene Negativserie von sechs Pflichtspielen ohne Sieg beendeten, haben damit die vergangenen fünf Duelle mit der Hertha gewonnen.

Neuer Tabellendritter ist Bayern München (21). Miroslav Klose (25.), Franck Ribery (77.) und Joker Lukas Podolski (84./Foulelfmeter) machten für die wieder ohne den verletzten Luca Toni angetretene Elf von Jürgen Klinsmann gegen Arminia Bielefeld (15./8) den vierten Sieg in Folge perfekt. Aufseiten der klar unterlegenen Bielefelder, bei denen Tesche ausgeschlossen wurde (82./nach Foulspiel an Ribery), trug sich Artur Wichniarek (30./Foulelfmeter) mit seinem achten Saisontor in die Schützenliste ein.

Während der Hamburger SV (5./20) bei Hannover 96 (12./12/Tore von Schulz/5., Schlaudraff/18., Stajner/79.) wichtige Punkte liegen ließ, holte Schalke 04 (4./20) gegen Schlusslicht Energie Cottbus (6) in letzter Minute noch einen Sieg. Heiko Westermann (80.) und Jefferson Farfan (90.) bewahrten die Königsblauen, die schon sieben Partien ungeschlagen sind, vor einer Blamage. Und das obwohl der Tabellenvierte ab der 52. Minute in Unterzahl agieren musste. Neuzugang Engelaar war nach Schiedsrichterkritik ausgeschlossen worden. Der VfB Stuttgart (10./16) musste sich zu Hause überraschend Aufsteiger Köln (11./16) mit 1:3 geschlagen geben.  (APA/red)

 

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    Diego war der überragende Mann bei Bremens 5:1 gegen Lieblingsoma Hertha im Weserstadion.

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