EU will Autoindustrie offenbar Aufschub bei Umweltauflagen gewähren

01. November 2008, 14:27

Deckelung von C02-Ausstoß soll erst ab 2015 statt ab 2012 gelten

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Otto StandardAT 
03.11.2008 11:38
Natur und Politik haben sich noch nie vertragen....

Natürlich wird die so heilige Kuh mit dem Namen Automobil von unseren Politikern mit Krücken versehen und gestützt. Es hängen ja viele zukünftige Arbeitlose daran. Dass aber unsere Lobbyisten (= Politiker) jetzt die die Gelegenheit beim Schopfe packen und endlich wie auch sonst weltweit eine Geschwindigkeitsbeschränkung einführen, der Gedanke kommt ihnen nicht von selbst. Es würde sich ja gegen die Industriemagnaten richten und nicht gegen den Bürger - der ist nämlich am leichtesten zu melken.
Wenn ich wie jetzt am Wochenende von Bayern nach Salzburg fahre um dort mein Wochenende zu verbringen ärgert es mich maßlos, dass ich ein 10-Tagespickerl kaufen muß für nahezu 8,--€.
Wir Deutschen sind wirklich zu blöd.

HansPeter10
04.11.2008 14:45

Du hast vollkommen recht !!

anton-aus-tyrol 
03.11.2008 10:50
EU will Autoindustrie offenbar Aufschub bei Umweltauflagen gewähren

Parallel laufen schon Verhandlungen mit dem Planeten um den Aufschub des Klimawandels. Erste Erfolge sollen schon diese Woche erzielt werden. So soll die Temperatur, Insidern zufolge, in Europa um 2 Grad und in den USA um 1,78 Grad Celsius gesenkt werden. Die dadurch entstehenden Heizkosten werden vom Staat übernommen und durch eine Sondersteuer finanziert. Das enstehende CO2 soll vor allem Bäumen zur Produktion von Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden.

Gambler
02.11.2008 16:46
Aufschub ist vollkommen egal

Die Leute haben gesehen was sich abspielt wenn der Spritpreis auf 1,50€ klettert. Sie werden in Zukunft vermehrt spritsparende Autos kaufen die wiederum weniger CO2 ausstoßen. Ich denke der Kunde wird entscheiden und die Autoindustrie muss eben dementprechende Produkte bereitstellen.

wg 1980
02.11.2008 09:45
es ist echt pervers:

erst bauen die hersteller jahrelang autos und am ende sogar noch suvs, die absolut nicht umweltfreundlich sind, dann laufen sie amok, weil sie zu dumm sind, den hybriden auf die straße zu bringen, kassieren dafür noch miliarden vom staat und schlussendlich entlassen sie dann tausende von arbeiterInnen.
ach ja - und die unfähigen manager kassieren ebenfalls millionen-abfertigungen für verfehlte modellpolitik.

BAUT ENDLICH UMWELTSCHONENDE AUTOS!

Thin White Duke
04.11.2008 16:44

...die geforderten Hybridautos gibt es schon seit Jahren, nämlich Toyota Prius und Honda Civic Hybrid!

HansPeter10
04.11.2008 14:55

Meinst du Tretautos? Und heizen sollten wir auch nicht! Produktionsbetriebe müssen auch verdammt werden. Wenn dann in Österreich nichts mehr läuft, haben wir kaumm bessere Luft, weil rund um uns immer noch die Stinker sitzen. Wer verpestet denn die Luft? Der Autoverkehr sehr wenig. Grossindustrie in Amerika, Russland, Indien und vor allen China macht den Mist. Wir könnten dort etliche unserer Grünen hinschicken, dass sie wissen was Umweltverschmutzung ist. Aber laßts uns in Österreich in Ruhe, es ist eh alles bestens.

Ubuntor
03.11.2008 10:41

Autos verkaufen sich leider auch sehr über den Preis und wenn ein Autohersteller einen Alltagstauglichen Hybrid zu einem vernünftigen Preis anbieten könnten, hätten die das schon längst getan. Und um wiedermal die Relationen zu sehen: Der Straßenverkehr macht 15% des CO2 Ausstoßes aus und die paar SUVs die es gibt sind immer noch besser als ein 10 Jahre alter Gebrauchter - und von denen gibt es viel zu viele.

mazda prefect
02.11.2008 06:30
kompromiss

...und im gegenzug bekommt der planet günstigere kredite bei europäischen banken.

amused8
01.11.2008 22:06
Auf der Titanic - die Party muß weitergehen

Das Kreditgeld muß im bestehenden Kreditgeldsystem aus ihm eingebauten Gründen exponentiell wachsen. Die Realwirtschaft kann da nicht mithalten. Zwei Lösungen zum Ausgleich und Anpassung gibt es. Auf der einen Seite Finanzkrisen wie die jetzige, auf der anderen ein mit allen Mitteln erzwungenes exponentielles Wachstum der Realwirtschaft ohne Rücksicht auf Natur, knappe Ressourcen, der Zukunft dieser Welt. Wieder ein Beweis, dass Kapitalismus mit Nachhaltigkeit und ökologischem Wirtschaften nicht vereinbar ist.

Francis Ona 
01.11.2008 21:26
Die EU lässt sich wieder mal über den Tisch ziehen ...

... vor allem ein gewisser Günter Verheugen (= Lobbyist Autoindustrie) wird dies wohl zu verantworten haben.

Welche perfide Logik ist das, demnach die Autoindustrie ihre spritfressenden Ungeheuer einfach weiter produzieren darf, wie bisher. Die Krise kommt wirklich wie gerufen, für diese Typen.

Technisch ist es überhaupt kein Problem mehr die Abgaslimits einzuhalten, es ist purer Marketing-Schmäh mit dem sich die Autoindustrie jetzt 30 - 40 Mrd. Euro als Geschenk abholt.

Bezahlen darf der/die SteuerzahlerIn. :(


HansPeter10
04.11.2008 15:38

Spritfressende Ungeheuer gibts schon lange nicht. Da hat sich wirklich viel getan. Und das was man der Autoindustie an Kosten umhängt, um ein wenig besser zu werden, zahlt nicht der Steuerzahler, sondern der Autokäufer.
Zielführender für den Planeten wäre es, die Umweltauflagen international ohne Ausnahmen umzusetzen. Warum dürfen die Amis den Planeten verstinken,oder andere Gross-Stinker?

ich mich
02.11.2008 12:31

abgaslimits werden selbstverständlich eingehalten, nur ist co2 bisher ein nicht regelmentierter bestandteil des abgases. vgl euro4... http://de.wikipedia.org/wiki/Abga... Grenzwerte
wenn der verbrauch (also co2) regelmentiert werden soll, so sollte man die entwicklungszeit von ca 5-6 jahren für die industrie berücksichtigen.
wenn jetzt grenzwerte beschlossen werden, die in weniger als 5 jahren eingehalten werden müssen, bedingt das erheblich grössere entwicklungskosten.
also, der gesetzgeber soll lenkend eingreifen, aber so, dass die industrie das auch überlebt.

Francis Ona 
02.11.2008 13:23
Sorry, ...


Aber dieses Spiel spielt die Autoindustrie seit Jahren mit Brüssel. - Warum nur ist genügend Geld da um 4sitzige Porsche-Panameras, den 797. Dummie-SUV oder was weiß ich für anachronstische Benzinkutschen zu produzieren?

Erst denken, dann posten ... ;) Typen wie Sie sinds, warum sich der Planet in die falsche Richtung dreht ...

ü-strichal
01.11.2008 20:09

und für mich der nächste beweis, dass die eu sich primär um die wirtschaft sorgen macht und kümmert, und nicht um die eu-bürger

HansPeter10
04.11.2008 15:58

Hängt das Eine nicht mit dem Anderen zusammen ?? Komische Vorstellungen von einer Volkswirtschaft.

fit im schritt
03.11.2008 07:50

die hunderttausenden arbeitnehmer in der autobranche sind aber auch eu-bürger, kinderl.

HansLaschnig
03.11.2008 13:31

Da kommt mir Volker Pisper in den Sinn:
"Aha, das heisst, die benötigte Anzahl von Arbeitskräften für die Herstellung eines Autos hängen von dessen CO2-Ausstoss ab???"

111hallo111
03.11.2008 09:25
was sind ein paar hundertausend...

wenn man für das gleiche geld in china ein paar millionen arbeiter haben kann, die brauchen/verwenden die geldspritze doch nur um ihre arbeiter in europa "sozialverträglich" auszahlen zu können, die verlagerung nach china steht schon lange auf den plan und jetzt ist ein guter zeitpunkt dafür, ein bischen jammern und schon zahlt der steuerzahler die arbeitsplatzverlagerung. die ersten meldungen zu beginn der kriese: die autobauer renault, vw.. fahren ihre produktion in europa zurück - warum machen sie das nicht in china oder südamerika

WBR
02.11.2008 08:59
Frage:

Würde es diese länderübergreifende Diskussion um Abgaswerte ohne EU überhaupt geben?
Aber teilweise hast du natürlich recht, die EU ist in erster Linie immer noch eine Wirtschaftsgemeinschaft, keine Umweltschutzorganisation. Genau wie Nationalstaaten.

damast
01.11.2008 17:07
wenn ich....

ein neues Auto bekäme, dass wirklich unter 100gr CO2-Ausstoss bleibt, würde ich es sofort kaufen. Sehr geehrte Produktentwicklungsmanager, just do it!
Die Politik vergibt leider immer die besten Chancen, die Industrie sinnvoll unter Druck zu setzen. Jetzt wäre so eine Gelegenheit.

WBR
02.11.2008 09:22
Bedingungen?

Wie viel Platz muss es bieten? Wie sicher muss es sein? Wie teuer darf es sein? Wie gut muss seine Beschleunigung sein? Wie schön muss es sein?
Ein Dreiliterauto zu bauen ist nicht schwer. Es zu verkaufen ist offensichtlich schon schwieriger.
Siehe z.B. Audi A2, VW Lupo.

quod licet jovi non licet bovi 
02.11.2008 19:38
Stimmt nicht...

Wenn z.B. Volkswagen den Golf immer schwerer macht und mit stärkeren Motoren ausstattet, so steigt natürlich, trotz effizienterem Motormanagement, der Verbrauch.

Ich nehme als Beispiel den neuen Golf, der letzthin im Kurier vorgestellt wurde. 1,4l Hubraum, 122 (einhundertundzweiundzwanzig) PS und 1,4 Tonnen schwer. Ein (geschönter?) Durchschnittsverbrauch von 7,5 L/100 km. Für einen Wagen der unteren Mittelklasse. Ich bitte Sie. Und solche Beispiele gibt es genügend. Siehe auch der neue Passat CC.

HansPeter10
04.11.2008 17:33

Was braucht ein Golf 122 PS? Schafft er mit 80 oder 90 die 130 km/h auf der Autobahn nicht?

Oder der neue Fiat 500 mit 100 PS. Ich hatte das Original mit 16 PS!

Aber der Unterschied beim Crashtest ist natürlich eklatant (Hat nichts mit dem Motor zu tun, eh klar)

D.h. Die Autos könnten ruhig kleinere Motoren haben, aber in Bezug auf die Sicherheit darf man nicht um 30 Jahre zurück.

WBR
04.11.2008 06:08
Du rennst offene Türen ein

Der Kleinwagen meines Vaters (gebraucht, Baujahr ev. Ende 70er?) wog nicht viel mehr als 700 kg (5-Sitzer) und verbrauchte 4,5 Liter Diesel auf 100 km. Er schaffte locker 130 km/h, ohne besonders stromlinienförmig zu sein. Ich schätze, würde man diesem Auto einen modernen, effizienteren Motor von heute mit gleicher PS-Zahl einsetzen, hätte man vermutlich schon beinahe ein 3-Liter-Auto, mit besserem cw-Wert und Verzicht auf ein paar PS wäre es auf jeden Fall zu schaffen.
Wenn ich so etwas sage, kommt sofort das Haupt-Gegenargument Sicherheit. Ein bißchen Panzerplatten müssen schon sein. Und Komfort: Z.B. Klimaanlagen scheinen zunehmend als Selbstverständlichkeit betrachtet zu werden.
Wir sind keine Normal-Autokunden.


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