Maradona will "dreckigen Rolls Royce" aufpolieren

1. November 2008, 13:49
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Argentiniens Team ist für den ehemaligen Welt­fußballer eine schmutzige Luxuskarosse - Olympia-Erfolgscoach Batista wird Assistent

Buenos Aires - Diego Maradona, der am Dienstag offiziell als neuer argentinischer Fußball-Teamchef bekanntgegeben werden soll, hat die argentinische Nationalmannschaft mit einer schmutzigen Luxuskarosse verglichen. "Argentiniens Team ist wie ein dreckiger Rolls Royce, es muss gereinigt werden", sagte der 48-Jährige nach einem Verbandsmeeting in Buenos Aires. Argentinien hat nur eines seiner bisher letzten acht Spiele gewonnen.

Maradona teilte weiters mit, dass er künftig neben seinem ehemaligen Teamchef Carlos Bilardo auch noch von seinen beiden Ex-Weltmeister-Teamkollegen Sergio Batista und Jose Luis Brown im Betreuerstab unterstützt werde. "Das war ein sehr positives Meeting. Ich bin sehr glücklich, denn ich habe gemerkt, dass alle so enthusiastisch wie ich sind - und genau das wollte ich", betonte die argentinischen Fußball-Legende, die erstmals am 19. November beim Länderspiel in Schottland als Teamchef der "Albiceleste" auf der Trainerbank sitzen wird.

Gold-Trainer unterstützt

Batista, zuletzt Betreuer des U23-Teams, das im August Olympiagold in Peking erobert hat, begrüßte die Entscheidung, Maradona als Nationaltrainer einzusetzen. "Diego ist eine gute Wahl, er hat eine starke Persönlichkeit, ist voll Enthusiasmus und kann es nicht erwarten, mit der Arbeit zu beginnen. Wir werden das Unmögliche für Argentiniens Team tun", erklärte der neue Assistenztrainer.

Wenige Stunden nach dem Verbandsmeeting brach Maradona zum Flughafen auf: Der neue Teamchef wollte bereits am Samstag die Spiele der England-Legionäre Carlos Tevez (Manchester United) und Javier Mascherano (Liverpool FC) im Stadion mitverfolgen. Danach wird er seine Europa-Tour in Italien, Deutschland und Spanien fortsetzen, um den Teamspielern Juan Pablo Carrizo (Lazio Rom), Nicolas Burdisso (Inter Mailand), Martin Demichelis (Bayern München), Sergio Aguero (Atletico Madrid), Gabriel Heinze (Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona) auf die Beine zu sehen. (APA/Reuters/AFP)

 

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