Deutschland: Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie

1. November 2008, 10:06
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Gewerkschaft IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn und Gehalt

Hamburg - Unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht haben in Deutschland in der Nacht auf Samstag Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Im bayerischen Ingolstadt legten nach Gewerkschaftsangaben rund 4.000 Beschäftigte der Nachtschicht beim Autobauer Audi die Arbeit für rund zwei Stunden nieder und nahmen an einer Kundgebung vor den Werkstoren teil. Auch bei Osram in Augsburg ruhte die Arbeit vorübergehend.

In Berlin traten nach Angaben der IG Metall rund 200 Beschäftigte im Osram-Werk in Spandau vorübergehend in den Ausstand. Beim Autozulieferer Johnson Controls, im ehemalige Werk des Batterieherstellers Varta in Hannover, legten Arbeiter die Arbeit nach Mitternacht zeitweise nieder. Auch in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Rheinland- Pfalz unterbrachen Beschäftigte der Branche ihre Arbeit.

Tarifstreit

Die Gewerkschaft IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeber haben 2,1 Prozent Einkommenserhöhung und eine Einmalzahlung von 0,8 Prozent angeboten. In der Branche sind deutschlandweit 3,6 Millionen Menschen beschäftigt.

Die Tarifparteien in Baden-Württemberg haben angekündigt, am 11. November zu einem vierten Verhandlungstermin zusammenkommen zu wollen. In Nordrhein-Westfalen sollen die Verhandlungen den Arbeitgebern zufolge am 13. November fortgesetzt werden. In beiden Bezirken waren in der Vergangenheit Pilotabschlüsse mit deutschlandweiter Wirkung erzielt worden. (APA/dpa/Reuters)

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