Voggenhuber fordert "tiefgreifende Erneuerung"

4. November 2008, 12:53
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Der EU-Mandatar will die Entscheidung über eine neuerliche EU-Kandidatur Ende November bekanntgeben

Wien - Der Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber fordert eine "tiefgreifende Erneuerung" seiner Partei. In einem "Kurier"-Interview (Samstag-Ausgabe) erneuert der EU-Mandatar die Kritik an den Grünen: Diese bräuchten "ein Programm, um die politische Neurose, Harmoniesucht und Personenkult zu überwinden", erklärte er. Voggenhuber hatte in den vergangenen Jahren immer wieder den Kurs seiner Partei kritisiert. Ob er selbst wieder bei den bevorstehenden EU-Wahlen kandidieren wird, will Voggenhuber Ende November bekanntgeben.

Über die Kandidatenliste zur Europawahl entscheidet der Grüne Bundeskongress am 17. und 18. Jänner in Klagenfurt. Weiters steht dort die Abstimmung über die Nachfolge des scheidenden Bundessprechers Alexander Van der Bellen auf dem Programm. Eva Glawischnig wurde vom erweiterten Bundesvorstand bekanntlich bereits zur neuen Parteichefin designiert. Ihre Bestätigung am Bundeskongress gilt als fix, eventuellen Gegenkandidaten werden wenig Chancen eingeräumt.

Auf die Frage, ob Voggenhuber seine Kandidatur als ausreichend unterstützt ansehe, meinte er: "Ich bin noch nie designiert worden, ich lebe von der Zustimmung der Basis. Die teilt meine Kritik". Von den Grünen hofft er jedenfalls, dass diese ihre "thematische, personelle und demokratiepolitische Verengung überwinden". (APA)

 

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    Der Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber fordert - nicht zum ersten Mal - eine "tiefgreifende Erneuerung" seiner Partei.

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