Mit "aktiver Arbeitsmarktpolitik" Frauenarbeitslosigkeit vorbeugen

31. Oktober 2008, 13:53
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Ein Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit droht - Qualifizierung speziell für Frauen vorantreiben sowie ein Ausbau der Kinderbetreuungsplätze nötig

Wien - Um dem drohenden Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, müsse unter anderem die Qualifizierung speziell für Frauen vorangetrieben werden, forderte Hedwig Lutz, Arbeitsmarktexpertin beim Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) laut einer Aussendung bei einem Treffen mit den ÖGB-Frauen am Freitag.

Investitionen in Bildung

Generell seien vorgezogenen Infrastrukturprojekte ein wichtiger Bestandteil eines möglichen Konjunkturpaktes, jedoch müssten auch Investitionen in Bildung getätigt werden. Neben einer "aktiven Arbeitsmarktpolitik" müsse auf die rascher Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung gedrängt werden, so Lutz.

"Gerade jetzt sind für uns sowohl kurzfristige als auch mittel- und langfristige Maßnahmen, die eine Förderung von Frauenarbeitsplätzen mit sich bringen, enorm wichtig", so ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits. Wichtig wäre auch der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, meinte ÖGB-Vizepräsidentin Roswitha Bachner.

Rudolf Kaske, ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzender, sprach sich für Investitionen im privaten Dienstleistungssektor aus. "Eine kurzfristig umsetzbare Maßnahme wäre zum Beispiel die Wiedereinführung des Hausbesorger- und Hausbetreuungsrecht." Außerdem sollte laut ÖGB die thermische Gebäudesanierung durch Bund, Länder und Gemeinden forciert werden. (APA)

  • ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits: "Gerade jetzt sind für uns sowohl kurzfristige als auch mittel- und
langfristige Maßnahmen, die eine Förderung von Frauenarbeitsplätzen mit
sich bringen, enorm wichtig".
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    ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits: "Gerade jetzt sind für uns sowohl kurzfristige als auch mittel- und langfristige Maßnahmen, die eine Förderung von Frauenarbeitsplätzen mit sich bringen, enorm wichtig".

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