Treichl: Staatliches Geld zu deutschen Konditionen nicht geholt

30. Oktober 2008 22:43

Der Erste-Chef verdiente in den vergangenen Jahren 15 Millionen Euro: "Solche Gehälter versteht niemand"

Wien - Die Erste Group, die am Donnerstag als erste österreichische Bank eine Kapitalspritze aus dem Banken-Hilfspaket in Anspruch genommen hat, hätte darauf verzichtet, wenn das Geld an die gleichen Konditionen gebunden gewesen wäre wie in Deutschland, sagte Erste-Chef Andreas Treichl am Donnerstagabend in der "ZiB2". Dabei gehe es weniger um Gehaltsbeschränkungen für Manager als darum, dass der Aktienkurs "ins Bodenlose fallen" würde, wenn Investoren befürchten müssten, "dass Beamte das Sagen bekommen". In Deutschland ist der Einstieg des Staates mit Mitspracherechten und einem Prüfrecht des Rechnungshofes verknüpft, in Österreich nicht.

Der Bankchef, der zuletzt 4,4 Millionen Euro verdient hat, will für heuer auf seinen Bonus verzichten. Dennoch wird er nach Eigenangaben gut eine Million Euro verdienen. Auf die Frage, ob irgendjemand noch verstehen könne, dass Treichl in den vergangenen Jahren 15 Millionen Euro verdient hat, sagte Treichl: "Solche Gehälter versteht niemand". Er selber verstehe auch nicht, warum ein Eishockeyspieler 50 Millionen Euro verdienen könne. Aber es gebe einen Markt für solche Gehälter. Er gehe davon aus, dass auch hier die Beträge in nächster Zeit sinken werden. (APA)

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BBSS
03.11.2008 12:40
Eishockey vs. Banken

Lieber Herr Treichl !

Im Zusammenhang mit Geld ist Ihr eigenes Gehalt leider nicht das Einzige, was Sie nicht verstehen. Die Erste hat den "Wertzuwachs" der letzten Jahre in erster Linie dem Umstand zu verdanken, dass die Blase in Osteuropa aufgeblasen wurde.

Wenn übrigens ein Eishockeyspieler mehr verdient als Sie, dann brauchen Sie nicht neidig zu werden. Der leistet tatsächlich etwas, wenn auch nur am Spielfeld. Und weder sein Club, noch die Hockey-Liga müssen von den Steuerzahlern mit Milliarden Euro "gerettet" werden; genauer gesagt mit ca 6.000 Milliarden Euro.

Dante Alighieri
01.11.2008 18:19

Irgendwie ist die österreichische Politik dümmer als die deutsche. Oder wars gar Absicht die Euro-Milliarden ohne Auflagen herzuschenken?

cyber ferkel
01.11.2008 13:25

Der Treichl soll die P..... halten. Das Geld SO zu verzocken, hätte nicht einmal der dümmste Beamte geschafft.

Schnurz Homunculus
01.11.2008 09:52
An wen zahlt der Staat eigentlich..

.. die KESt von 25 %? Er müsste diese - dem Gleichheitsgrundsatz entsprechend - doch an diejenigen auszahlen, mit deren Steuerleistungen er sich solche "Investments" leisten kann. Wir reden bei den zur Verfügung gestellten 15 Mrd und 8% Zinsen somit von einem Betrag von 600 Mio € p.a. oder wie die Politiker sagen würden 3 Mrd, (5 Jahre) die dem Steuerzahler einfach entgehen.

John D.
01.11.2008 06:29
Die Unverfrorenheit in Person

Onkel Hans D.
31.10.2008 22:31


Unglaublich die noch immer regierende SP-VP-Bundesregierung verschwendet Steuergeld, damit eine Bankmanager Millionen verdient...

m.n.o.
31.10.2008 21:43
Beamte

Hat Herr Treichl nicht eine bodenlose Frechheit?
Das Geld der Staatsbürger nimmt er, aber
mitzureden haben die nichts. Eigentlich gegen
jede kapitalistische Regel. Unfaßbar alles.
Es wird einem schlecht. Und die Politiker ermöglichen
dieses Spiel. Da sind mir die deutschen oder
US-Maßnahmen noch viel lieber. Bei der Ersten würden bei Staatsbeteiligung die Kurse sinken,
komischerweise nicht in GB oder USA. Und selbst wenn Herr Treichl: Aktienkurse sind nicht das
Leben und die Welt. Eigenartigerweise kann man
derzeit damit aber Österreich erpressen.

Wolfgang Jaafar
31.10.2008 15:15
Verschaukelt?

Fühlt sich eigentlich noch jemand nicht verschaukelt. Es war sich gar nicht solange her, daß man uns allen erzählt, wie toll die österreíchischen Banken dastünden. Und heute halten sie die Hand auf. Natürlich würde Herr Treichl nicht zu deutschen Konditionnen Geld annahmen. Das würde ja heissen, sein Einkommen würde reduziert. Und das braucht er ja für die Weihnachtseinkäufe.
Achja, Otto Normalbürger borgt den Banken zu wesentlichen Konditionen sein Geld.

Annie K.
31.10.2008 13:51

der zynismus ist grenzenlos und ohne scham

Rittmeister Kopetzký
31.10.2008 13:29
Somit klar,

Österreich ist durchbalkanisiert!

"Wir" sind Balkan!

PS: Was sagt eigentlich die sonst immer jaulende "Wettbewerbsbehörde" zu dieser Verzerrung des freien Marktes? Unterschiedliche Konditionen in D und A!

Aufjaulen, oder ist es wurscht?

Feinde des freien Marktes, Feinde des freien Spiels der Kräfte, blaetc...

also dann ...
31.10.2008 12:25
arrogant ... arroganter ... treichl !

eh klar...
- der kurs sinkt, weil die angst übergross ist, dass beamte das sagen haben
...siehe GB royal bank of scottland oder ALLE banken die in den USA "gerettet" wurden...
- dass er ...
"sein" gehalt NICHT versteht - eben weil
"freunderlwirtschaft" und wenig leistungsorientierung!
- a m ü s a n t
sind seine äusserungen vor dem hintergrund, dass die direktoren 1 tag ( ! ) zuvor in Ö ! meinte, KEIN...
geld zu brauchen...

UNVERANTWORTLICH ist es...
- den banken das geld OHNE mitsprache... zu geben
- OHNE genau über sämtliche (!) risken
... vor allem die ausserbilanziellen gesellschaften...
informiert zu werden, das geld "rüberschiebt" !

ein TOTAL - VERSAGEN
der verantwortlichen politiker a l l e r couleurs !

quereinsteiger2
31.10.2008 12:17
2,7 Mrd ohne Transparenz und demokratische

Kontrolle.
Das paßt den Banken, die bis in die Politik (ÖVP) Lobbyismuns betreiben. Man sehe sich nur die "Wirtschaftsfraktion", der ÖVP an.

Wie ist es denn um jene Bank bestellt, die angeblich 2,7 zur Kapitalerhöhung ( und zu einer gewaltigen Verbesserung der Wettbewerbsituation national und international) das Notpaket der bis zu einem Drittel in Anspruch nimmt.
Molterer soll Rede und Antwort stehen, ob nun die
erste Bank wirklich gut anfgestellt, oder der Illiquidität nahe ist.
Geht es nur um eine Verbesserung der Wettbewerbssituation, dann wäre es vertändlich, wenn alle andern Banken dem Beispiel fplgen.
Und Herr Molterer soll sagen, inwieweit die "Großzügigkeit" des steuerzahlers die Maastrichtkriterien beeinflußt.

Thomas Felder
31.10.2008 11:42
dass der Aktienkurs "ins Bodenlose fallen" würde, wenn Investoren befürchten müssten, "dass Beamte das Sagen bekommen".

weil die super manager ja auch wirklich tolle leistungen hinlegen.....

Pompeianus
31.10.2008 11:35
Richtigstellung - Thomas Vanek

Treichl sprach in seinem Interview davon, dass er nicht verstehe, wie ein Eishockeyspieler 50 Millionen Euro verdienen könne.

Ich verstehe nicht, wie ein offensichtlich sich selbst zur geistigen Elite zählender (und nochdazu die EBEL sponsernder) Treichl, in der Öffentlichkeit vollmundig völlig falsche Informationen kommuniziert.

Denn Fakt ist, dass Thomas Vanek (den er ja indirekt angesprochen hat) über 7 JAHRE hinweg bei Buffalo 50 Mio DOLLAR ($) verdient. Im Jahr sind dies durchschnittlich 7,14 Mio Dollar ($). (http://nhlnumbers.com/overview.... ason=0809)

Aber Hauptsache der Frage ausweichen und an einem völlig Unbeteiligten mittels der Angabe falscher Zahlen abputzen...lol

Herr Treichl, das war schwach.

Childerich von Bartenbruch
31.10.2008 11:29
also laut treichl in der zib2 ...

... sind die staatlichen auflagen für die bank zusammenzufassen mit "verhaltet's euch gut". fein!

Schilcherfreund
31.10.2008 11:08
Diese Aussagen von Treichl

waren der zugegebenermaßen elegant formulierte und verpackte ausgestreckte Mittelfinger für die Öffentlichkeit.

Wolfgang Jaafar
31.10.2008 15:17
Mit einem Lächeln ...

... den Leuten sagen: haut's euch in den Rettich.

oide fee
31.10.2008 10:56
Eishockey und Größenwahn

In der NHL spielen aber andere Kaliber.
Bei Paulson und seinen PPT-Burschen hätte der
Hr. Treichl kein Leiberl.
Für seine Liga verdient er aber sicher zuviel....

ja aber
31.10.2008 10:34
wie schauts mit der dividende der ersten aus?

in der usa nehmen banken 7 millarden dollar vom staat als hilfe und zahlen davon (dieselben banken) 3.3 milliarden dollar als dividende an die aktionaere aus. was fuer eine frechheit.

siehe spiegel online:
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 76,00.html

Charles Duchemin
31.10.2008 10:17
Also sobald meine Sparbücher bei der Ersten fällig sind,

wandert das Geld woanders hin.

Es sind zwar im Prinzip eh überall die selben Gauner unterwegs, aber so verarschen wie von Herrn Treichl, braucht sich niemand lassen.

Iceman 20
31.10.2008 11:55

und wohin? Zur Raika? Nach Italien zur BankAustria/Unicredit?

Bezeichnend der Mob hier im Forum!

Ingen Ting
31.10.2008 17:26

wieso gehört man zum Mob, wenn man genung von dieser Vera....e hat?

Juergen Hoffmann
 
31.10.2008 21:02
das der Mob hier bei so kontroversielen Themen

die Foren verstopft ist wohl keine Annahme, sondern eine Tatsache. Wenn sie das nicht erkennen, dann gehören sie wohl selbst dazu.

dergrauestar
31.10.2008 13:15
ja unfassbar

man sollte ihnen fackeln geben

W. G.
31.10.2008 12:58
und wohin? Zur Raika? Nach Italien zur BankAustria/Unicredit?

sind damit ihre phantasien erschöpft ?

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