Zeitumstellung erhöht Herzinfarktrisiko vorübergehend

1. November 2008, 18:02
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Karolinska-Forscher: Zu Beginn der Sommerzeit gibt es eine kleine Risikoerhöhung für den Einzelnen

Boston/Stockholm - Die Zeitumstellung erhöht vorübergehend das Herzinfarktrisiko: In der Woche nach Beginn der Sommerzeit gibt es im Schnitt fünf Prozent mehr Infarkte, berichtet das renommierte schwedische Karolinska-Institut im "New England Journal of Medicine" (Bd. 359, S. 1966).

"Besonders in den ersten drei Tagen der neuen Woche gibt es eine kleine Risikoerhöhung für den Einzelnen", erläuterte einer der Autoren der Untersuchung, Imre Janszky. "Die wahrscheinlichen Ursachen sind die Unterbrechung des chronobiologischen Rhythmus, der Verlust einer Stunde Schlaf und die resultierenden Schlafstörungen." Zum Beginn der Sommerzeit wird die Uhr eine Stunde vorgestellt.

Kurzfristige Risiko-Senkung

Nach dem Ende der Sommerzeit sinkt das Herzinfarktrisiko den Forschern zufolge zwar kurzfristig, vor allem am ersten Montag nach der Umstellung (dieUhr wird eine Stunde zurückgestellt). Dies gleiche jedoch den Anstieg im Frühjahr nicht aus. Die Karolinska-Forscher hatten die Auswirkungen der Zeitumstellung auf das Herzinfarktrisiko nach Institutsangaben seit 1987 beobachtet.

"Grob 1,5 Milliarden Menschen sind von der jährlichen Zeitumstellung betroffen", erläuterte Co-Autor Rickard Ljung. "Es ist allerdings schwer, irgendeine generalisierte Aussage darüber zu machen, wie viele Herzinfarkte sie auslöst." (APA/dpa)

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    Bei der Zeitumstellung im Frühjahr steigt das Herzinfarktrisiko vorübergehend an.

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