Falscher Bombenalarm im Stadttheater Klagenfurt

27. Februar 2003, 20:35
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Vor Premiere der Anti-Nazi-Satire "Noch ist Polen nicht verloren"

Klagenfurt - Donnerstagabend, knapp vor der für 19.30 angesetzten Premiere der Anti-Nazi-Satire "Noch ist Polen nicht verloren", war im Stadttheater Klagenfurt eine Bombendrohung eingegangen. Die Drohung war um 18.50 Uhr in der Redaktion der "Kärntner Tageszeitung" eingetroffen, die benachrichtigte Polizei begann sofort mit der Durchsuchung des Hauses - ergebnislos.

Stadttheater-Intendant Dietmar Pflegerl gab sich eher gelassen. Er teilte mit, dass es immerhin schon die dritte Bombendrohung während seiner Intendanz sei: "Das passiert immer, wenn es sich um ein Stück zum Thema 1000-jähriges Reich handelt".

Lubitsch-Klassiker

"Noch ist Polen nicht verloren" wurde von Jürgen Hofmann bearbeitet und von Michael Schottenberg inszeniert. Das Stück basiert auf einem Text des ungarischen Dramatikers Melchior Lengyel und auf dem Drehbuch des Filmklassikers "Sein oder Nichtsein" von Ernst Lubitsch.

Schein oder Sein im Theater vor politisch-historischem Hintergrund, eitle Schauspieler und Nazis, die wie Schmierenkomödianten agieren, tragisch-komisches Heldentum und eine Liebesgeschichte sind Zutaten der Komödie, deren Schauplatz die polnische Kleinstadt Posen kurz vor Kriegsbeginn ist. (APA)

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