Ruhrpottderby mit Nachspiel

27. Februar 2003, 16:48
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Dortmund übt schwere Kritik an Kontrollausschuss - Linienrichter wird nach klarer Fehlentscheidung gesperrt

München - Beim Borussia Dortmund hat die nachträglich durch den Kontrollausschuss des DFB erfolgte Anklage gegen den BVB-Profi Leonardo Dede für Verstimmung gesorgt. "Es kann nicht sein, dass der Kontrollausschuss sich zum Befehlsempfänger einer großen Boulevard-Zeitung macht, die eine Sperre für Dede gefordert hat", sagte Präsident Gerd Niebaum. Bei der Beurteilung des Zweikampfes zwischen dem Schalker Victor Agali und Dede im Bundesliga-Derby (2:2) am vergangenen Samstag hätte es sich um eine "klare Tatsachen-Entscheidung" durch das Schiedsrichter-Gespann gehandelt. Daher sei kein Fernsehbeweis zulässig. Die Dortmunder erwägen deshalb die Einschaltung der FIFA. Agali hatte nach einem Revanchefoul an Dede die Rote Karte gesehen.

Sperre für Linienrichter

Der DFB-Schiedsrichter-Ausschuss hat als Konsequenz aus den Vorfällen beim Spiel Schalke-Dortmund beschlossen, den Schiedsrichter-Assistenten Harry Ehing "für eine gewisse Zeit in der Bundesliga und 2. Bundesliga nicht mehr einzusetzen". Dieser hatte beim Stande von 2:2 fälschlich Abseits angezeigt, als Waldoch zum vermeintlichen 3:2 für die Gastgeber einköpfelte.(APA)

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    Schalke vs. Dortmund erhitzte die Gemüter.

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