US-Botschafter Frankreich vor negativen Auswirkungen der Pariser Irak-Politik

28. Februar 2003, 11:13
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Howard Leach gegenüber der Zeitung "Le Monde": Irak-Krise werde "für lange Zeit" Nachwirkungen haben

Paris - Die Haltung Frankreichs in der Irak-Krise werde "für lange Zeit" Nachwirkungen haben. Diese Ansicht vertritt der US-Botschafter in Paris, Howard Leach, in einer von der Tageszeitung "Le Monde" (Freitagausgabe) veröffentlichten Stellungnahme. "Wir sind an einem wichtigen Augenblick angelangt, an dem sich eine Entscheidung aufdrängt, und die Stellungnahme Frankreichs könnte für lange Zeit Nachwirkungen haben", schreibt der Botschafter in dem Text wörtlich.

"Wir respektieren das Recht Frankreichs einen anderen Weg zu beschreiten", schreibt Leach und fügt hinzu: "Angesichts dessen, was der UNO-Sicherheitsrat für die französischen Interessen bedeutet, ist es da nicht wichtig, dass die Resolution 1441 durch eine geeinte internationale Gemeinschaft angewandt wird?" Leach fordert, dass die Respektierung der Resolution 1441 "mit Gewalt" durchgesetzt werde.

"Als Mittel zur Entwaffnung reichen die Inspektionen alleine nicht mehr aus. Mehr Inspektoren zu entsenden löst das Problem nicht. Der Schlüssel ist die Zusammenarbeit des Irak", schreibt der Botschafter und fügt hinzu, dass diese Zusammenarbeit "bis heute unbedeutend" gewesen sei. "Die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft oder deren Unentschlossenheit werden von anderen Ländern aufmerksam verfolgt, die versucht sein könnten, sich wie Verbrecherstaaten zu benehmen", heißt es in dem Kommentar weiter.(APA)

  • Ein grimmiger französischer Präsident Chirac und Howard Leach, US-Botschafter in Paris.
    foto: epa/afpi/eric feferberg

    Ein grimmiger französischer Präsident Chirac und Howard Leach, US-Botschafter in Paris.

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