Rice warnt erneut vor Bedeutungsverlust des UNO-Sicherheitsrates

27. Februar 2003, 20:05
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Zustimmung zu französischer Irak-Initiative könnte Rat "erheblich schwächen"

Washington - Die Sicherheitsberaterin von US-Präsident George W. Bush, Condoleezza Rice, hat für den Fall der Ablehnung einer weiteren Irak-Resolution erneut vor einem Bedeutungsverlust des UNO-Sicherheitsrats gewarnt. Sollte das höchste UNO-Gremium den von den USA, Großbritannien und Spanien eingebrachten Vorschlag ablehnen und stattdessen einer französischen Initiative zustimmen, werde der Rat "erheblich geschwächt", sagte Rice am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Auslandssender "Voice of America". Zwar seien die Vereinten Nationen eine "großartige Institution". Sollte eine von den USA eingebrachte Entschließung jedoch abgelehnt werden, werde der Sicherheitsrat seine "Bedeutung verlieren".

Der UNO-Sicherheitsrat wollte im Laufe des Tages hinter verschlossenen Türen zusammenkommen, um über den jüngsten Irak-Resolutionsentwurf der USA, Großbritanniens und Spaniens zu beraten. In dem Text werfen die drei Länder dem Irak vor, die letzte Chance zu seiner Entwaffnung nicht genutzt zu haben. Bisher zeichnete sich keine Mehrheit für den Entwurf ab. Frankreich, Russland und Deutschland reichten ein Memorandum ein, in dem sie die Verlängerung und Verstärkung der UNO-Inspektionen fordern. Beide Seiten ringen um die Zustimmung der übrigen Staaten im Sicherheitsrat.(APA)

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    US-Sicherheitsberaterin Condolezza Rice hält die UNO zwar für eine "großartige Institution", warnt die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats aber davor, ein Veto gegen die gemeinsame Resolution der USA, Großbritanniens und Spaniens einzulegen.

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