Sarkozy verärgert: Will keine Voodoo-Puppe sein

30. Oktober 2008, 09:30
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Bei der französischen Amazon-Filiale steht die Puppe auf Platz Eins der Verkaufsliste

 Paris - Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat Berufung gegen ein Gerichtsurteil eingelegt, wonach eine Voodoo-Puppe mit seinem Konterfei weiter verkauft werden darf.

Ein französischer Verlag bietet seit Anfang des Monats zwei Stoffpuppen nach dem Ebenbild Sarkozys und seiner ehemaligen Rivalin, der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal, an, denen jeweils Nadeln zum Einstechen und ein kleines Büchlein beiliegen. Durch den Voodoo-Zauber könnten Käufer den Präsidenten "daran hindern, noch mehr Schaden anzurichten", hieß es in der Werbung für die blaue Sarkozy-Puppe. Bei der französischen Filiale des Internethändlers Amazon steht das Set seit vergangener Woche auf Platz Eins der Verkaufsliste.

Ein Pariser Gericht hat die Forderung des Präsidenten nach einem Verkaufsstopp mit der Begründung zurückgewiesen, die Puppe sei ein "humoristisches und satirisches Produkt", dessen Herstellung in den Rahmen der Meinungsfreiheit falle. Das Urteil stimme nicht mit der Rechtssprechung überein, teilte sein Anwalt mit. (APA)

 

 

  • Sarkozy als Voodoo-Puppe

    Sarkozy als Voodoo-Puppe

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