"Wir hatten die besten Intentionen mit Windows Vista"

28. Oktober 2008, 17:59
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Nach Windows Vista kommt Windows 7 und das Web - Ozzie: "Das Internet ist unser gewohnter Treffpunkt. Das Web versammelt die Welt und ermöglicht es uns zu kommunizieren und zu teilen"

Am zweiten Tag der EntwicklerInnenkonferenz PDC2008 hat Microsoft nun erstmals auch Windows 7 der Öffentlichkeit vorgestellt. Als eine wesentliche Neuerungen wird das kommende Betriebssystem über ein "Ribbon User Interface" verfügen, das schon in Office seinen Einsatz fand.

PC, Handy und Web

In seiner Keynote erklärte Chief Software Architect Ray Ozzie, dass "Microsoft die Verbindung von Internet, PC und Handy vorantreibe, um so einen Mehrwert für die UserInnen zu generieren." Der Softwarekonzern will Web-Applikationen offline bringen, aber auch umgekehrt seine Offline-Inhalte ins Netz bringen."Das Internet ist unser gewohnter Treffpunkt. Das Web versammelt die Welt und ermöglicht es uns zu kommunizieren und zu teilen"

"Wir hatten die besten Intentionen mit Windows Vista"

Microsoft befindet sich in der ungewohnten Situation, dass man einerseits noch mehr Kopien von Windows Vista -vor allem in Unternehmen - ausrollen will, auf der anderen Seite aber schon Windows 7 ankündigen muss. In seiner Rede erklärte Steven Sinofsky von Microsoft, dass man "sehr viel Feedback zu Windows Vista erhalten habe." Dies wurde mit großen Gelächter bei den BesucherInnen quittiert. "Wir hatten die besten Intentionen mit Windows Vista was die Sicherheitsfeatures betrifft", so Sinofsky. Nichtsdestotrotz werde es in Windows 7 entscheidende Änderungen geben.

Netbook-Version

Bei seiner Präsentation zeigte Sinofsky Windows 7 auf einem Netbook mit 1 GB RAM. Damit scheinen alle Spekulationen um eine Netbook-Version des kommenden Windows beendet. Der Ressourcenhunger von Windows 7 dürfte auf jeden Fall deutlich unter jenem von Windows Vista liegen.

Nicht der große Wurf

Nach den ersten Präsentationen kann man sagen, dass Windows 7 zahlreiche Verbesserungen und Veränderungen bringen wird. Auch eine Renaissance von bekannten Technologien, die Microsoft bei Windows Vista dummerweise nicht berücksichtigt hatte. Noch bleiben die Erwartungen hinter dem Gezeigten, aber in den kommenden Tagen wird Microsoft sicher noch viele Neuerungen vorstellen. Erst dann wird man sehen, ob Windows 7 ein Knaller werden wird. Besser als Vista scheint es auf jeden Fall zu sein.(Gregor Kucera aus Los Angeles)

  • Steven Sinofsky bei der Präsentation von Windows 7.
    foto: gregor kucera

    Steven Sinofsky bei der Präsentation von Windows 7.

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