T-Rex folgte beim Jagen seiner Nase

1. November 2008, 18:00
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Der Raubsaurier hatte das beste Riechvermögen aller fleischfressenden Dinosaurier - auch der Urvogel Archäopteryx war mit gutem Geruchssinn ausgestattet

Frankfurt/Main - Der Raubsaurier Tyrannosaurus Rex ließ sich auf seinen Beutezügen weitgehend von seiner Nase leiten. Dies zeigt die Analyse von Schädeln verschiedener fleischfressender Dinosaurierarten. Von diesen sogenannten Theropoden wies das Gehirn des Tyrannosaurus das größte Riechzentrum auf, wie kanadische Paläontologen per Computertomographie ermittelten.

Die Forscher der Universität Calgary leiten daraus ab, dass die Urzeiträuber entweder bei Dunkelheit auf Nahrungssuche gingen oder aber riesige Areale durchforsteten. "Der König der fleischfressenden Dinosaurier hat vermutlich seinen Geruchssinn dazu benutzt, um nachts zuzuschlagen oder große Territorien nach seinem nächsten Opfer abzusuchen", erläuterte Untersuchungsleiterin Darla Zelenitsky.

Auch der Urvogel Archäopteryx hatte neben einem guten Auge überraschenderweise ein ähnlich ausgeprägtes Geruchszentrum wie andere Theropoden, wie die Forscher im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B" berichten. Im weiteren Verlauf der Evolution hätten die Nachfahren des Vogels ihr gutes Riechvermögen aber eingebüßt. "Der Geruchssinn muss an einem Punkt der Evolution weniger wichtig geworden sein", so Mitautor François Therrien. (APA/AP)

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