Radfahrer von Lkw übersehen und getötet

27. Oktober 2008, 10:45

Lkw-Fahrer dürfte den Radler bei Firmeneinfahrt übersehen haben

Wien - Der Zusammenstoß zwischen einem Lkw und einem Radfahrer hat am Montag in Wien-Leopoldstadt tödlich geendet. Der 40 bis 45 Jahre alte Mann - er hatte keinen Ausweis bei sich - war gegen 8.30 Uhr auf dem Radweg in der Taborstraße unterwegs, als ein Lkw in eine Firmeneinfahrt einbog. Dessen Lenker hatte den Radler offenbar übersehen. Der Lastwagenfahrer erlitt laut Polizei einen schweren Schock. (APA)

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Galm
 
00
1.11.2008, 13:23
Wieso

steht der (kurze) Artikel nach einer Woche aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung ?

Wieso kann man diesen Vermerk diesen Vermerk und die Kommentare nicht direkt anwählen (ü Leopoldstadt) ?

Andres Wood
00
28.10.2008, 21:02
Sofortige Streichung der Radwegbenützungspflicht!

Ich kenne die Unfallstelle (Taborstraße zwischen Am Tabor und Nordbahnstraße). Die Benützun des am Gehsteig angelegten Radwegs in diesem Bereich ist höchst gefährlich, da zig Einfahrten in das Nordwestbahnhofgelände führen und die sehr unübersichtlich sind.

Ich verweigere daher diesen Radweg seit Jahren und fahre mit dem Gefühl ungleich größerer Sicherheit auf der Fahrbahn. Was allerdings ein klarer Verstoß gegen das Radwegbenützungsgebot ist. Daher: Dieses Gebot muß weg!

Und Radwege haben nichts am Gehsteig verloren (durch Parkspur Sicht blockiert), sondern müssen rechts neben der Fahrspur angelegt werden.

schaffnerlos.blogspot.com
02
28.10.2008, 10:29
tragisch.

man sollte als radler bei solchen gefahrenstellen immer den blickkontakt zum kraftwagenfahrer suchen (als passionierter radler tu ich das immer auf den vielen gefährlichen wiener radwegen); die meisten winken einen eh vorbei - es muss ja nicht immer "krieg" zwischen diesen beiden fraktionen geben.

El Coyote
00
28.10.2008, 10:55
Vor allem, seit das Mobiltelefon den Vertrauensgrundsatz abgeschafft hat,

ist Blickkontakt ein absolutes MUSS !

avanti popolo
00
29.10.2008, 22:13
völlig richtig, wo die radler jetzt auch schon mit dem telefonieren anfangen!

citybikerin
00
31.10.2008, 02:21
Telefonieren beim Radfahren

1. Im Unterschied zu den KFZ-Lenkenden ist Radfahrenden das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung nicht verboten.
2. Das Verbot nur für KFZ-Lenkende besteht aus gutem Grund. Stichwort: x-fach erhöhtes von KFZ ausgehendes Gefährdungspotential.
3. "anfangen" ist maximal die richtige Wortwahl: Telefonierende RadfahrerInnen sind definitiv eine verschwindend kleine Minderheit. Im Gegesatz zu der ständigen Zahl an telefonierenden AutofahrerInnen, denen das Telefonieren am Steuer scheints als zu vernachlässigendes Kavaliersdelikt gilt.

El Coyote
00
29.10.2008, 23:43
so, wie die eine unlängst in der Siebensterngasse:

Ich komme von der Breitegasse, natürlich zwischen den Schienen. Bei der Stiftgasse das Haltestellenkap, sie fährt zwischen Schiene und Gehsteigkante (etwa 50 cm Platz). In dem Augenblick, wo ich an ihr vorbeiziehe, macht sie einen Schwenk nach links - also über die Schiene, in der linken Hand das Handy !!!
(Ob sie gewählt oder SMS geschrieben hat, habe ich nicht gesehen).

Ein Glück (für alle anderen), daß die nicht ein Auto gelenkt hat !

lotus hassmord
12
28.10.2008, 09:46
übersehen gibt es für mich nicht!

wenn ein lkw-fahrer einbiegt und parallel zur straße ein radweg verläuft, hat er sich zu vergewissern, dass er niemanden gefährdet. und wenn dabei der einbiegevorgang ganze 1-5sec (fürs langsamerwerden, schauen und eventuelles warten, bis der radler vorbeigefahren ist) länger dauert. 1 atemzug für den lkwler kostet dem radler sein leben!

leiwand
01
28.10.2008, 17:37
Angehupt

Wenn ich beim Radweg entlang der Lassallestraße beim Einbiegen kurz halte um nach Radfahrern im totel Winkel Ausschau zu halten (ich bin da auch selbst oft am Rad unterwegs und kenne die Stelle), dann muss ich mir oft ein Gehupe meiner geschätzten nachkommenden motorisierten Verkehrsteilnehmerkollegen anhören. Viele wissen nicht dass da ein Radweg ist...
Vielleicht wieder ein neues Taferl...

Mein Beileid den Angehörigen des Radfahrers!

boba fett
21
27.10.2008, 20:57
Masterplan Verkehr Wien 2003

http://www.wien.gv.at/stadtentw... erkehr.htm

scherz oder zynismus?
»Mit diesem steigenden Verkehrsaufkommen hat aber auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden, an denen RadfahrerInnen beteiligt sind, zugenommen. Durch den verstärkten und immer besser auf die Verkehrssicherheit ausgelegten Ausbau von Radverkehrswegen konnte diesem Trend zwar Einhalt geboten werden, jetzt ist jedoch wieder ein spürbarer Anstieg zu verzeichnen. Wenn unter diesen Umständen der Radverkehrsanteil auf 8 % aller Wege der WienerInnen gesteigert werden soll, dann müssen generell fahrradfreundliche Bedingungen geschaffen werden.«

liest sich so, als ob die stadt Wien auf hilfe von oben hofft…

Himmel hilf!

waldhansi
12
27.10.2008, 20:14

und TOTER radfahrer NUMMER 3 (!!!!!) innerhalb von 9 tagen!!!!!

wir radfahrerInnen wollen sicherere radwege, wir wollen b(g)eachtet statt angehubt werden!

wir sind teil des verkehrs!!
criticalmass.at

citybikerin
00
28.10.2008, 22:07
Widersprüchlichkeiten /2

"wir sind teil des verkehrs!!
criticalmass.at"

3. Wer Teil des Verkehrs sein will, kann nicht Radwege fordern, das widerspricht sich.

4. Die Verbindung "wir sind teil des verkehrs" und CM ist auch ein Widerspruch in sich, so wie die CMs angelegt sind: CM sind Spassdemos, wo im Bulk die ganze Fahrbahnbreite benützend, durch die Gegend gefahren wird. Das hat mit Verkehrsein nichts zu tun.
Vgl.: Radfahren-am-Freitag war wirklich auf Wir-sind-Teil-des-Verkehrs angelegt: Viele einzelne Radfahrer hatten zufällig den selben Weg, den sie unter Beachtung aller Verkehrsregeln und hintereinander, wie in der StVO vorgeschrieben, gefahren sind. Keine Demo also im Bulk und der dadurch (erlaubterweise) Ausserkraftsetzung der Verkehrsregeln.

waldhansi
00
29.10.2008, 15:26

es ist immer wieder traurig, wenn menschen eine demo, wo menschen "spaß haben und lachen" als reine spaßdemo bezeichnen? warum müssen (verkehrs-) politische demos immer so ablaufen, dass alle traurig und deprimiert dreinschauen und ihre parolen brüllen?
warum kann eine demo nicht 1. spaß machen und 2. FÜR etwas eintreten?

Searles
 
00
29.10.2008, 13:10

Wir fordern keine Radwege, sie werden den Radfahrern von autofahrenden Verkehrsstadtraeten aufgezwungen! Im Gegenteil, mehr als genug Radfahrer fordern ein Ende der Benutzungspflicht da gerade Radwege wesentlich mehr Gefahrenpotential haben als die Strasse.

"Das hat mit Verkehrsein nichts zu tun". Ist ja auch eine Demo und keine Fahrt in die Arbeit.

citybikerin
00
28.10.2008, 21:51
Widersprüchlichkeiten /1

"wir radfahrerInnen wollen sicherere radwege, wir wollen b(g)eachtet statt angehubt werden!"

1. Das Märchen vom sicheren Radweg - es gibt systembedingt keinen sicheren Radweg.

2. Wer beachtet werden will, muss sich dafür einsetzen, dass _alle_ Fahrzeuge auf der Fahrbahn fahren und nicht eine Fahrzeuggruppe auf Sonderwege und Gehsteige separiert werden - die Forderung nach Radwegen und Beachtung ist ein Widerspruch in sich.

Searles
 
00
29.10.2008, 13:17

"Wer beachtet werden will, muss sich dafür einsetzen, dass _alle_ Fahrzeuge auf der Fahrbahn fahren und nicht eine Fahrzeuggruppe auf Sonderwege und Gehsteige separiert werden" Und genau das ist eine zentrale Forderung. Weg mit der Radwegbenutzungspflicht.

Ich als Radfahrer moechte respektiert werden und als Verkehrsteilnehmer gesehen werden. Das funktioniert meistens sehr gut, aber oft werden Radfahrer als laestige, schnellere und unberechenbarere Fussgaenger angesehen und manche Autofahrer sehen es als persoenliche Beleidigung an wenn vor ihnen ein Fahrrad faehrt. Leider scheinen die Verkehrsstadtraete von Wien genau solche Autofahrer zu sein und legen Radwege an, bei denen jede Geschwindigkeit jenseits der 10 km/h lebensgefaehrlich ist.

franz101
00
28.10.2008, 23:20
die cm fordert keine radwege.

waldhansi spricht nicht für die cm.
die cm ist keine demo.

die cm ist eine gruppe von einzelpersonen die gar nicht alle das selbe wollen, deswegen gibt es auch keine forderung nach radwegen.

waldhansi
00
29.10.2008, 15:22

ich habe weder für die cm gesprochen, noch in ihrem sinn etwas gefordert. die cm tritt für alles mögliche ein, dass in einer gruppe aus vielen menschen nicht alle das selbe wollen, ist einer gruppe imanent.

bzgl. begriff "demo": wenn dutzende menschen gemeinsam eine route fahren oder beschreiten, ist es allein von sich aus eine "demonstration" (selbst wenn es zufällig wäre, was bei der cm nicht der fall ist).

werbung für die cm mache ich trotzdem:
criticalmass.at

El Coyote
13
28.10.2008, 10:49
+ 1 Schwerverletzter (Schädelbruch, Schädel-Hirn - Trauma)...

... der in der Linzer Straße beim Linksabbiegen nach dem Grünwerden der Ampel "überholt" worden ist.
Angeblich hätte er kein Handzeichen gegeben - na, wessen Version das ist, brauchen wir nicht lange zu raten, gell ?

Für alle Ahnungslosen: Sowohl beim Beschleunigen als auch beim Lenken und Bremsen ist es notwendig, BEIDE Hände am Lenker zu haben, vor allem, wenn man dabei eine Schiene zu queren hat (58, 49).
Deshalb kann man Handzeichen nur VOR kritischen Fahrmanövern geben, diese werden aber von manchen KFZlern ignoriert bzw. nicht wahrgenommen, zumal diese mit anderen Dingen / Personen beschäftigt sind !

Gerhard Polak
01
28.10.2008, 09:20
criticalmass und sonstige massenbewegungen

für radfahrer will ich nicht.

was ich möchte ist eine Polizei in Wien die zumindest ermahnt wenn vor ihren Augen Radfahrer von Autolenkern geschnitten werden, Radwege verparkt sind - einparken wozu? - oder Kleintransporter wie in in einem Computerspiel auf Radfahrer in Einbahnen fraufhalten (weil die Fahrer nicht checken, dass auf Gegenverkehr durch Radfahrer auch auf den Einbahntafeln hingewiesen wird).

Imo sind in Autos eine immer grösser werdende Randgruppe Frustrierter oder nicht erkannter Psychos unterwegs, die in ihren Fahrzeugen Macht- oder Gewaltphantasien ausleben.

Und ich sage das aus der langjährigen Erlebniswelt von jährlich etwa 40Tsd Überland km bzw ca 6000 Stadt und Freizeit km.

ElisaHa
21
28.10.2008, 11:53
Und auch, dass die Polizei Radfahrer, die glauben, für sie gelten keine Verkehrsregeln abstraft und aus dem Verkehr nimmt.

Daher bin ich für Kennzeichen bei Rädern. Es gibt leider auch gemeingefährliche Radfahrer. Übrigens: ich fahre in Wien nur mit dem Fahrrad, gehöre aber zu denen, die bei Rot an der Kreuzung stehenbleiben.

lotus hassmord
01
28.10.2008, 14:08
mal im ernst:

was bringen kennzeichen bei den autos?
fahren nicht trotzdem viele zu schnell?
fahren nicht trotzdem viele alkoholisiert?
parken nicht trotzdem viele auf radwegen/gehsteigen/im halteverbot?

ElisaHa
00
28.10.2008, 15:32
Sie haben recht, aber uns bringt es mehr (Rechts)Sicherheit.

Wenn mich ein Radfahrer gefährdet, kann ich mir seine Nummer notieren. Oder Fahrerflucht nach Unfällen. Kenne alleine zwei Unfälle, bei denen die die Unfälle verursachenden Radfahrer Fahrerflucht begangen haben.... die Unfallopfer können sich brausen gehen.

citybikerin
01
28.10.2008, 21:42
Die populistische Nummertafelforderung

Immer wieder taucht diese absurde Forderung für Nummerntafeln für Fahrräder auf, wie Nessi aus Loch Ness. Grad auch wieder anderswo zu lesen, die beissreflexartige Forderung der FPÖ (siehe wien.orf.at zum Thema Fahrradgipfel).
Ich brauche das Rad nicht neu erfinden und empfehle daher nur die Lektüre dieser Seite:
http://reflex.at/~citybike... ichen.html

Gerhard Polak
00
28.10.2008, 13:31
Die habens zu Fuß am Rad im Auto

Rotlicht ist für immer mehr kein Gebot sondern eine mehr oder weniger lästige Behübschung.

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Posting 1 bis 25 von 144
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