Forschung und Technologie: Weibliche Lebensbilder als Vorbild

24. Oktober 2008, 18:38
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Neue Broschüre, um Frauen in Forschung und Technologie sichtbarer zu machen - 40 Frauen wurden porträtiert

Wien - Es gibt erfolgreiche Frauen in Forschung und Technologie - doch sie müssten sichtbarer sein, um anderen Frauen den Weg in die Forschung und deren Führungsebenen näher zubringen. Genau dazu soll die Druckschrift "Lebensbilder von Frauen in Forschung und Technologie".

Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und dem Frauenförderungsprogramm "w-fForte" wurden 40 Forscherinnen, Erfinderinnen, Unternehmensgründerinnen und Managerinnen in Naturwissenschaft, Technik und Technologie in Bild und Text porträtiert. Die Bandbreite ihres Alters und ihrer Tätigkeit ist groß. So findet sich unter den Lebensbildern etwa auch die Elefantenforscherin Angela Stöger-Horwath oder die Polarforscherin Birgit Sattler, aber auch die Architektin Elsa Prochazka sowie die Kunstwissenschafterin und Hightech-Modedesignerin Sabine Seymour.

Klischees überwinden

Als Einleitung der Broschüre diskutieren Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die Rektorin der Universität für Bodenkultur Ingela Bruner und die Technikforscherin Tanja Paulitz, wie Rollenklischees überwunden werden können.

Frauen, die sich für einen Beruf im Bereich Naturwissenschaft, Technik oder Technologie entschließen, sind auch im 21. Jahrhundert nach wie vor noch Pionierinnen. Bei der Broschüre sei es darum gegangen, "Bilder von Forscherinnen und Technikerinnen neu zu zeichnen", so Henriette Egerth, Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Man müsse von dem Bild des weißen Laborkittels wegkommen und die Vielfalt an Segmenten im Bereich der Natur-, Ingenieurswissenschaft und Technik aufzeigen, in denen Frauen tätig sind.

Neben dem gesellschaftlichen Problem der Rollenklischees verwies die selbst im Buch porträtierte Leiterin des Instituts für Pathologie der Medizinischen Universität Wien Erika Jensen-Jarolim auf den "Überhang von Selbstkritik" bei Frauen, der sie damit zurückhaltender agieren lasse als die männlichen Kollegen. (red, DER STANDARD, Print, 25./26.10.2008)

Die Publikation kann unter: www.w-fforte.at kostenlos bestellt werden.

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