Australische Investmentfirmen frieren Milliardenguthaben ein

24. Oktober 2008, 12:03
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Als Reaktion auf eine staatliche Garantie für Sparkonten haben in Australien zahlreiche Investmentfonds das Geld ihrer Anleger eingefroren

Sydney - Reaktion auf eine staatliche Garantie für Sparkonten haben in Australien zahlreiche Investmentfonds das Geld ihrer Anleger eingefroren. Bisher hätten 13 der 20 großen Investmentfirmen rund zwölf Mrd. australische Dollar (rund sechs Mrd. Euro) blockiert, um eine Flucht der Anleger auf die garantierten Sparkonten zu vermeiden, teilte der Branchenverband IFSA am Freitag mit.

Die australische Regierung hatte am 12. Oktober eine Garantie für Sparkonten ausgesprochen, die die Einlagen bei Investmentfirmen nicht einschließt. Anleger hatten daher damit begonnen, ihr Geld dort abzuziehen und bei durch den Staat gesicherten Banken einzuzahlen.

Nach der Garantie der Regierung seien große Summen abgezogen worden, sagte Richard Brandweiner, Manager der großen Investmentfirma Perpetual, im australischen Rundfunk. Durch die Blockade der Auszahlungen solle das Kapital der übrigen Investoren gesichert werden. In den vergangenen Tagen habe sich die Summe der Auszahlungen verzwanzigfacht, sagte der Chef des Fonds Axa, Andrew Penn. Der Zugang zu den Guthaben sei daher für ein halbes Jahr gesperrt worden. (APA)

 

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    So geruhsam wie auf dieser Wiese geht es derzeit nicht überall in Australien ab.

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