Zwei Löffel Olivenöl mindern Krebsrisiko

24. Oktober 2008, 10:55
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Tägliche Einnahme soll helfen - Kalt gepresstes, rohes Olivenöl enthält 230 gesundheitsför- dernde Substanzen und macht auch länger satt

Olivenöl ist nicht nur gesund, es hilft auch, bestimmten Tumoren vorzubeugen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der spanischen Universität Jaén, die die Wirkung des aus der Olive gewonnenen Saftes eingehend untersuchten. "Zwei Esslöffel rohes und kalt gepresstes Olivenöl pro Tag, die man etwa zum Salat isst, haben einen stark gesundheitsfördernden und krebsvorbeugenden Effekt", sagt Studienleiter José Gaforio.

Gesundheitsfördernde Wirkung vor allem bei rohem Olivenöl

Das kalt gepresste, rohe Olivenöl besteht zu 98 Prozent aus einer Verbindung verschiedener Fettsäuren, unter denen die einfach ungesättigte Ölsäure überwiegt. Der Rest sind Inhaltsstoffe, die von den Forschern besonders für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich gemacht werden. Sie identifizierten aus diesem Anteil annähernd 230 Verbindungen mit antioxidierenden Eigenschaften. "Durch diese Verbindungen, die bei der Raffinierung oder beim Erhitzen verschwinden, unterscheidet sich das Olivenöl von allen anderen Kernölen" betont Gaforio.

Schon kleine Mengen senken Risiko

Seine Forschungsgruppe studierte die Auswirkungen einer ausgewählten Gruppe dieser Verbindungen für Brustkrebs-Tumorzellen sowie auch für gesunde Zellen. "Es gibt mehrere Hinweise dafür, dass gelegentlicher Konsum kleiner Mengen Olivenöl das Risiko senkt, an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken", so der spanische Immunologe. Er belegt diese Aussage mit Studien, die den europäischen Mittelmeerländern, in denen traditionell mehr Olivenöl konsumiert wird, eine niedrigere Brust- und Darmkrebsrate bescheinigen als ihren Nachbarn weiter nördlich.

Olivenöl löst zusätzlich Sättigungsgefühl aus

Die gesundheitsfördernde Wirkung stamme womöglich aus dem Zusammenspiel der Ölsäureeffekte und der gefundenen Verbindungen, so Gaforio. Erforscht werden müsse noch, wie die Moleküle aktiviert werden um im Körper positive Effekte hervorzurufen. Dieses Wissen könnte zu speziellen Ernährungskonzepten für die Tumorverhütung und zur Begrenzung bereits begonnener Krebserkrankungen dienen.

An der Yeshiva University in New York wurde eine weitere positive Eigenschaft des Olivenöls entdeckt. Olivenöl mache demnach länger satt als andere Öle, da die ungesättigten Ölsäuren vom Dünndarm in ein Hormon umgewandelt werden, das ein Gefühl der Sättigung auslöst. (pte)

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    Schon kleine Mengen Olivenöl, beispielsweise zum Salat, können das Risiko, an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken, senken

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