Bemannte Mars-Expeditionen ohne Wiederkehr

23. Oktober 2008, 18:37
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Ex-Astronaut und Mond­reisender Edwin Aldrin plädiert für Mars-Flüge ohne Rückfahrschein - Zukünftige Siedler sollen sich dauerhaft einrichten

Paris - "Warum sollte man alle Schwierigkeiten überwinden, um ein paar Leute dahin zu bringen, um sie nach einem oder eineinhalb Jahren wieder zurückzuholen?" Der frühere US-Astronaut Edwin "Buzz" Aldrin plädiert für bemannte Mars-Missionen ohne Rückfahrschein.

Wer zum Mars fliege, müsse sich darauf einstellen, "Pionier und Siedler" zu sein und dürfe "nicht darauf hoffen, wieder nach Hause zu zurückzukehren". Er sei sicher, dass es trotz dieser harten Bedingungen "nicht an Freiwilligen mangeln wird", spekulierte Aldrin, der 1969 der zweite Mensch auf dem Mond war.

"Die Möglichkeiten auf dem Mars sind besser als irgendwo sonst, weil die Bedingungen nahe an denen der Erde sind, und deutlich besser als auf dem Mond", meinte der 78-Jährige am Donnerstag in Paris. Auch wenn es auf dem Mars keine Atemluft gebe, gebe es große Mengen von Wasser, die Siedler nutzen könnten.

Aldrin "ungeeignet"

Wäre eine solche Reise schon zu seinen aktiven Astronautenzeiten möglich gewesen, hätte Aldrin daran aber wahrscheinlich nicht teilgenommen. "Ich bin nicht der am besten geeignete Typ dafür, mit einer Gruppe fünf oder sechs Leuten zusammenzuleben, die dann auf zwölf, dann 20 und dann 30 wächst." (APA/red)

  • NASA-Konzept eines Marsfahrzeugs. Wenn es  nach Edwin "Buzz" Aldrin geht, dann müssten die zukünftigen Mars-Reisenden den Rest ihres Lebens auf dem Roten Planeten verbringen.
    foto: nasa

    NASA-Konzept eines Marsfahrzeugs. Wenn es  nach Edwin "Buzz" Aldrin geht, dann müssten die zukünftigen Mars-Reisenden den Rest ihres Lebens auf dem Roten Planeten verbringen.

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    Aldrin: "Ich bin nicht der am besten geeignete Typ dafür."

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