"Handwerksbörse" im Internet als Kontaktpunkt für Kunde und Klempner

27. Februar 2003, 12:10
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Obersteirisches Software-Haus offeriert 41.100 Handwerksbetriebe aus 15 Gewerbegruppen - Service via SMS

Das obersteirische Software-Haus CSR Computer Systeme Repolusk in Kindberg im Mürztal betreibt eine Handwerksbörse im Internet sowohl für Firmen als auch für Konsumenten. Derzeit sind österreichweit 41.100 Handwerksbetriebe und 1.300 Hersteller aus 15 Gewerbegruppen abrufbar. Laut CSR-Geschäftsführer Günther Repolusk verzeichnete das Portal im Februar rund 18.000 Seitenaufrufe. Die interne Nutzung durch Handwerker und Firmen dürfte ähnlich hoch liegen, hier wird noch an einer genauen Auswertung gearbeitet.

Die Idee zu dieser Service-Einrichtung ist Repolusk, der seine Firma 1983 gründete und fünf Mitarbeiter beschäftigt, beim Flug von Dortmund nach München gekommen: "Eine deutsche Partnerfirma von uns hatte zu dieser Zeit die so genannte Hydraulikbörse gegründet. Ich habe mir überlegt, das auch für unseren Bereich zu machen, da wir viel mit Handwerksbetrieben zusammenarbeiten." Erst war das Portal nur für Störungsmeldungen gedacht, seit dem Online-Gehen im Mai 2002 steht es aber auch für unterschiedlichste Anforderungen zur Verfügung: "Ich dachte, wenn, dann gleich im großen Stil", meinte der CSR-Chef im APA-Gespräch.

Das Portal www.handwerkboerse.at soll dem CSR-Chef zu Folge "Bindeglied zwischen Privaten, Handwerkern, Herstellern und Großhändlern" sein. Jedem Besucher werde kostenlos die Möglichkeit geboten, seine Probleme oder Wünsche zu lösen und "rasch den Handwerker ums Eck zu finden". Neben den rund 41.100 Handwerksbetriebe aus 15 Gewerben seien zusätzlich über 700 Produktgruppen von 1.300 Herstellern und Lieferanten im Bereich Haustechnik und Gastronomie abrufbar. Weiters sind im Bereich Haustechnik bundesweit alle Großhändler und - soweit möglich - alle Firmen mit Telefon-Mailkontakt und Link auf die Firmen-Homepage erfasst.

Über die elektronische Handwerksbörse werden Kundenanfragen nach Preisen oder Produktinfos an eine Gruppe von Handwerkern bzw. Herstellern erfasst und versendet. Messekalender, Jobbörse und der Bereich "Suche/Verkaufe" stehen dem Besucher ebenfalls kostenlos zur Verfügung. Ein Highlight laut Repolusk ist der Bereich "Sonderangebote" bzw. die "Gutschein-Galerie", die von den teilnehmenden Firmen im internen Bereich bedient werden.

Auch SMS-Meldungen können über das Internet-Portal www.handwerkboerse.at genützt werden. Gibt es z.B. ein Problem mit der Waschmaschine, verfasst man einen entsprechenden kostenlosen Eintrag auf der homepage. Der Kunde selbst erhält ein E-Mail mit der Bestätigung seiner Störungsmeldung, die Servicefirma verständigt über SMS.at einen Handwerker mittels SMS binnen zwei Minuten, wie CSR-Geschäftsführer Repolusk erklärte.

Die Datensammlung von Firmen erfolgte über die Wirtschaftskammer bzw. das Branchentelefonbuch. Die Firmen werden im Nachhinein davon verständigt, dass sie aufgenommen wurden. Ist ein Betrieb damit nicht einverstanden, "wird er selbstverständlich aus der Liste gelöscht. Die Reaktionen sind aber überwiegend positiv", so Repolusk.(APA)

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