Kornwein, Kortschma und Kabak

28. Oktober 2008, 10:34
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Ein neues Buch gibt Auskunft über Geschichte, Rohstoffe, Technologie und Kultur des Wodkas

Wien - Vera Grigorjewa, Mitglied der russischen Sommeliervereinigung in Moskau, ist in ihrem Land keine Unbekannte, hat sie doch zahlreiche Artikeln und Monografien über die Geschichte des Wodkas verfasst. Ihre "Bibel" über den Kornwein wurde jetzt ins Deutsche übersetzt und ist ab sofort im österreichischen Handel erhältlich. Hier erfährt man beispielsweise, dass es ein Fauxpas ist, wenn man Wodka aus einem Trompetenglas ("Stamperl") trinkt, vielmehr sollte er wegen der Aromaentfaltung aus einem bauchigen Schnapsglas genossen werden.

Auf 256 Seiten gibt die Autorin einen umfassenden Einblick in die Welt des Wodkas. Angefangen bei der Geschichte des "Wässerchens" über Herstellungsverfahren und Rohstoffe, Genuss-Tipps und Produktvorstellungen bis hin zu Rezepten klassischer und innovativer Cocktail-Kreationen sowie passendem Fingerfood. Sie erzählt über die russische Tischkultur, von Kortschma (Dorfkrug) und Kabak (Gasthaus).

Purer Genuss im Trend

Das in Kooperation mit dem österreichischen Premium-Wodka-Hersteller Oval entstandene Buch folgt einem Trend. Seit Jahren erfreut sich der klare Brand steigender Beliebtheit. Gerade in Mitteleuropa boomt die traditionsreiche Spirituose und gewinnt immer mehr LiebhaberInnen. Dabei wird sie nicht mehr primär als Mix-Spirituose in Cocktails eingesetzt - der Trend geht eindeutig zum puren Genuss. Entsprechend etablieren sich zunehmend Premium-Produkte mit steigendem Qualitätsanspruch sowie ausgesucht hochwertigen Rohstoffen am Markt. (APA)

W. S. Grigorjewa:
"Wodka"
Leopold Stocker Verlag
ISBN 978-3-7020-1204-5
34,90 Euro

  • Wodka soll aus einem bauchigen Schnapsglas getrunken werden.
    Foto: Stocker Verlag

    Wodka soll aus einem bauchigen Schnapsglas getrunken werden.

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