Radieschen von unten

21. Oktober 2008, 18:21
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STANDARD und UserInnen empfahlen dem ORF US-Kaufserien für den Vorabend - ProSieben zeigt charmante Untote in "Pushing Daisies"

Wien - Am Wochenende empfahl der STANDARD US-Kaufserien, um ORF 1 über seine Vorabendschwäche zu helfen. Mehr als 170 Userinnen und -User schlossen sich hier an. "Pushing Daisies" riet etwa User "Die Kreatur". Auf Anfrage kommt der ORF diesem Vorschlag zumindest vorerst nicht nach. Dafür springt ProSieben ein.

Gut so. Sich Radieschen von unten anzuschauen, was übersetzt "Pushing Daisies" (mittwochs, 21.15 Uhr) meint, gehört im TV zum prickelnden Erlebnis. Man stelle sich vor: Es gibt einen Menschen, den man über alles liebt - aber man darf ihn nicht berühren, sonst stirbt er: Wie ist vorzugehen? Zum Beispiel, die Hände hinter dem Rücken verschränken und sich vorstellen, die linke gehört ihr/ihm. Im Fall von "Pushing Daisies" tun dies beide, denn sie wissen: Nur ein einziger Körperkontakt wäre tödlich, denn: Der sanfte Ned kann Tote zum Leben erwecken. Die Gabe nutzt er, um Mordfälle zu lösen. Als er an seine ermordete Jugendliebe Chuck Nur gerät, erweckt er sie zum Leben. Die beiden verlieben sich neu. Aber er darf sie kein zweites Mal berühren, sonst stirbt sie, so lautet der Deal.

Erfunden hat diese komplexe, zudem tief philosophische Ausgangslage Bryan Fuller. Der wollte den Plot schon in der Serie "Dead Like Me" unterbringen und blitzte ab. Warner Brothers machte daraus eine eigene Serie. Auf ABC ging bereits die zweite Saison auf Sendung, die Quoten gingen nach erfolgreichem Start sukzessive nach unten. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 22.10.2008)

  • Mit einer Berührung Tote lebendig machen: ProSieben zeigt ab heute, Mittwoch, charmante Untote in "Pushing Daisies".
    foto: prosieben

    Mit einer Berührung Tote lebendig machen: ProSieben zeigt ab heute, Mittwoch, charmante Untote in "Pushing Daisies".

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