Ein Technikland mit weiten Feldern

21. Oktober 2008, 21:34
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RIZ, Ecoplus, Tecnet Capital, Accent: Vier Institutionen sollen Niederösterreich den Weg zum Hightech-Land erleichtern

Ackerbauland war gestern: Niederösterreich will wirtschaftlich schon seit geraumer Zeit nicht mehr nur mit weiten Feldern und grasenden Kühen in Verbindung gebracht werden. Einige Institutionen sollen dabei helfen, das Bundesland auch zum Technologieführer zu machen: Alle sind Töchter des Landes und haben ihren Sitz - wenig überraschend - in St. Pölten.

  • RIZ: Die Gründeragentur ist für Gründungsaktivitäten in allen Bereichen zuständig. Bis vor eineinhalb Jahren betrieb man hauptsächlich Innovationszentren in ländlichen Regionen - als Standort für Klein- und Mittelbetriebe. Dann wurde RIZ "neu aufgestellt", um Start-ups zu unterstützen - unabhängig vom Standort. Die Zentren bestehen nach wie vor (siehe Grafik). Hier werden unter anderem Weiterbildungslehrgänge angeboten. RIZ veranstaltet einmal im Jahr den Ideenwettbewerb "Genius" (siehe auch Geistesblitz).
  • Ecoplus: Die Wirtschaftsagentur Ecoplus betreibt derzeit drei Technopole - in Krems, in Wiener Neustadt und in Tulln. Die Idee dahinter klingt logisch: Rund um Ausbildungs- und Forschungszentren wie die Donau-Universität Krems oder das Department für Agrarbiotechnologie der Universität für Bodenkultur in Tulln hat man Unternehmen mit bestimmten Schwerpunkten eingeladen, sich im Zentrum anzusiedeln. Am Technopol Krems entstand so der Schwerpunkt Biotechnologie und Regenerative Medizin, in Tulln setzt man auf Agrar- und Umweltbiotechnologie und in Wiener Neustadt auf Oberflächentechnologie, Mikrosystemtechnik und Medizinische Systemtechnik.
  • Tecnet Capital: Die Technologiefinanzierungsgesellschaft des Landes Niederösterreich fördert mithilfe eines Fonds (Tecnet Equity). Tecnet Capital bietet auch thematische Förderprogramme an. Zuletzt: intelligentes Bauen. Der Fonds regt manche Unternehmen, die in anderen Bundesländern keine Förderung erhalten, sogar zur Übersiedelung nach Niederösterreich an.
  • Accent: Das Zentrum ist für akademische Hightech-Gründungen zuständig. Es entstand aus der AplusB-Initiative des Infrastrukturministeriums, einem Programm, das Wissenschaftern den Weg in die Wirtschaft erleichtern sollte. Insgesamt wurden neun Gründerzentren in ganz Österreich errichtet.

(red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. Oktober 2008)

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