Microsoft bekommt Patent auf Audio-Zensur

21. Oktober 2008, 14:14
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Unerwünschte Begriffe sollen in Echtzeit ausgefiltert und ersetzt werden können - Potentielle Einsatzgebiete: Online-Gaming und Live-Fernsehübertragungen

So manches Patent ist umstritten, da es dermaßen trivial ist, dass kaum ein realer Innovationsbeitrag auszumachen ist. Manch anderes Patent sorgt aber auch allein durch seinen Inhalt für Diskussionen: So hat sich Microsoft nun ein Verfahren patentieren lassen, das Zensur von Audio-Beiträgen ermöglicht.

Erkennung

So wird im US-Patent No. 7,437,290 eine Methode beschrieben, die es ermöglicht "live" unerwünschte Begriffe zu erkennen und mit anderen von der Person zuvor gesprochenen Silben zu überlagern. So soll auch der gewohnt störende Piepston, der etwa im US-Fernsehen über Schimpfwörter gelegt wird, mit passenderen Geräuschen ersetzt werden.

Zensur

Neben der Verwendung für Live-Übertragungen im Fernsehen denkt man dabei offenbar auch an andere Einsatzgebiete etwa beim Sprach-Chat in Online-Spielen. Dabei ließe sich auch das Zensurniveau variabel anpassen, so dass je nach Publikum und Uhrzeit unterschiedlich hart gefiltert wird. (red)

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