Glücksspielanbieter spüren Folgen

20. Oktober 2008 14:03

Die Casinos Austria erwarten für heuer weniger Besucher als im letzten Jahr, die Folgen für das Online-Gaming-Markt sind noch unklar

Wien - Die Folgen der Finanzkrise bekommen nun auch die Casinos und Lotterien zu spüren. "Wenn die Leute weniger Geld in der Tasche haben, wird auch weniger gespielt", erklärte eine Mitarbeiterin des Fachverbandes Lotterien in der Wirtschaftskammer im Gespräch mit der APA.

Diese Ansicht wird auch vom Sprecher der Casinos Austria, Martin Himmelbauer, bestätigt: "Die Branche ist sehr stark zyklisch." Für das heurige Jahr rechnet Himmelbauer mit 1 Prozent weniger Besuchern in den heimischen Casinos. Der Umsatz soll dennoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Lotterien trotzen der Krise derzeit noch. In diesem Bereich sei kein Rückgang zu bemerken, sagte Himmelbauer.

Wie sich die Krise auf den Online-Gaming-Markt auswirke, könne nicht beurteilt werden, da die Branche sehr jung sei, erklärte der Sprecher des österreichischen Online-Wettanbieters bwin, Kevin O'Neal. Bisher habe es in der Geschichte des Online-Gamings erst ein Platzen einer Blase gegeben. Dies sei 2001 gewesen, als die Technologieblase zerstört wurde. Dies hatte aber "keine nachhaltigen Folgen", erklärte O'Neal. (APA)

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11 Postings
steve low
20.10.2008 21:48
Ja wozu denn noch ins Casino gehen,

Eintritt bezahlen, ich habe doch meine Bank!

Onkel Hans D.
20.10.2008 19:08
Endlich eine gute Nachricht...


Glücksspielanbieter spüren Folgen

da kann man ja nur froh sein, dass die Menschen so vernünftig sind...

manfred maier
manfred maier
20.10.2008 17:53
die spielen offenbar das falsche spiel......

...ob sie besser den nun über zeit verfügenden berater der constantia fragen sollten, wie das geht....richtig spielen und dann die grosse kohle von vater staat bekommen?

E.B.
20.10.2008 17:51

komisch. normalerweise ist der zustrom zu glücksspielen doch ein indikator dafür, daß es den menschen so schlecht geht, daß sie keine hoffnung mehr haben, mit ehrlicher arbeit zu geld zu kommen.

vielleicht geht das "ehrliche" glücksspiel ja nur deshalb zurück, weil hinterrücks in den banken und börsen immer mehr auf teufel komm raus gezockt wird. und dort haftet - wie praktisch! - der steuerzahler für die verluste.
mit anderer leute geld zockt es sich doch gleich viel besser.

derjungeroemer
20.10.2008 23:12
nein, da irrst du dich

"spielen" ist mittlerweile gesellschaftlich geachtet.
lotto, casinos, sportwetten, jüngst der poker-boom.
das sind nicht leute mit einer tristen existenz, die ihr letztes hemd verzocken, sondern grossteils durchschnittsbürger,
die den nervenkitzel und dabei unterhaltung suchen.
und dieser markt geht in einer krise eben wieder zurück.

Super-Zyniker
31.10.2008 11:52

@derjungeroemer

> sondern grossteils durchschnittsbürger ...
> die den nervenkitzel und dabei unterhaltung ...

Die mag es zwar auch geben, doch gehört der Großteil jener, welche bei Online-Casinospielen bzw. Pokerturnieren ihr Geld verspielen zu jenen DAUs, welche die Märchen von den "leichten und schnellen Gewinnen", "sicheren Strategien", "98% Ausschüttung" etc. glauben.
Wirkliche Gewinner sind dabei aber nur die Casinos, die - da sie in Steueroasen beheimatet sind - nach Gutdünken entscheiden können, ob sie etwaige erzielte Gewinne überhaupt auszahlen oder dies wegen Betrugsverdacht etc. verweigern, da kaum jemand klagen wird, sowie einige (gewerbsmäßige) Profispieler, welche mit Wissen und Tricks die naiven Glücksritter abzocken.

E.B.
21.10.2008 00:28

tja, meine achtung hat das glücksspiel nicht. man sagt im volksmund nicht ohne grund deppensteuer dazu. und der anblick eines spielsüchtigen, der hochverschuldet sein ganzes umfeld in den finanziellen abgrund reißt, unterhält mich auch nicht. ich kenne viele einfache arbeiter, die viel geld in lottoscheine investieren, obwohl der lohn nicht bis zum monatsende reicht. und ehrlich gesagt, reiche spieler, die ohne mit der wimper zu zucken, unsummen setzen und auch verlieren, und meistens auch geldscheine als streichhölzer mißbrauchen oder sonstwie verjubeln, haben meinen respekt auch nicht. die sind mir zu inflationär.

Martha B.
21.10.2008 08:35
Auf einen Spielsüchtigen

kommen 100 Bank/Fonds/Aktienmanager, die alles verspielen und tausende Existenzen ruinieren.

Man rechnet mit ca. 20 Mio Arbeitslosen wegen der Finanzkrise.

Also bitte die Kirche im Dorf lasssen. Und eigenartigerweise gibt es auch Drogensüchtige OBWOHL Drogen verboten sind. Was glauben Sie, machen Spieler und Spielsüchtge, wenn das legale Glückspiel verboten wird? Erraten: Sie spielen in dunklen Hinterzimmern...

Was ist also besser: Das Geld der Allgemeinheit zukommen zu lassen oder einer Zocker-Mafia, die mit dem Schwarzgeld sich in legale Unternehmen einkauft ...?

Denken ist nicht des Österreichers Stärke ....

E.B.
21.10.2008 18:23

was unterstellen sie mir ihre eigenen phantasien?

ich will das glücksspiel nicht verbieten, ich bringe bloß den spielern keine achtung entgegen.

sie können das ja halten wie sie wollen, aber mein wertesystem laß ich mir von ihnen sicher nicht nehmen.


ich mache auch keinen unterschied zwischen spielsüchtigen in einem casino und in einer bank.

inakzeptabel ist nur,
daß die einen für ihre schulden bezahlen müssen und für betrug bestraft werden,
die anderen in ruhe weiterspielen können und der steuerzahler vom eigenen rechtsstaat gezwungen wird, spielgeld in unbegrenzter höhe zur verfügung zu stellen.

Doktor Albern
20.10.2008 15:49
genau

sollen die casinos doch auch einfach eine haftung für spielverluste rausgeben, wie an der börse, dann werden die leut schon kommen...

Finn McCool
20.10.2008 14:17
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