Die Casinos Austria erwarten für heuer weniger Besucher als im letzten Jahr, die Folgen für das Online-Gaming-Markt sind noch unklar
Wien - Die Folgen der Finanzkrise bekommen nun auch die Casinos und Lotterien zu spüren. "Wenn die Leute weniger Geld in der Tasche haben, wird auch weniger gespielt", erklärte eine Mitarbeiterin des Fachverbandes Lotterien in der Wirtschaftskammer im Gespräch mit der APA.
Diese Ansicht wird auch vom Sprecher der Casinos Austria, Martin Himmelbauer, bestätigt: "Die Branche ist sehr stark zyklisch." Für das heurige Jahr rechnet Himmelbauer mit 1 Prozent weniger Besuchern in den heimischen Casinos. Der Umsatz soll dennoch auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Lotterien trotzen der Krise derzeit noch. In diesem Bereich sei kein Rückgang zu bemerken, sagte Himmelbauer.
Wie sich die Krise auf den Online-Gaming-Markt auswirke, könne nicht beurteilt werden, da die Branche sehr jung sei, erklärte der Sprecher des österreichischen Online-Wettanbieters bwin, Kevin O'Neal. Bisher habe es in der Geschichte des Online-Gamings erst ein Platzen einer Blase gegeben. Dies sei 2001 gewesen, als die Technologieblase zerstört wurde. Dies hatte aber "keine nachhaltigen Folgen", erklärte O'Neal. (APA)