komisch. normalerweise ist der zustrom zu glücksspielen doch ein indikator dafür, daß es den menschen so schlecht geht, daß sie keine hoffnung mehr haben, mit ehrlicher arbeit zu geld zu kommen.
vielleicht geht das "ehrliche" glücksspiel ja nur deshalb zurück, weil hinterrücks in den banken und börsen immer mehr auf teufel komm raus gezockt wird. und dort haftet - wie praktisch! - der steuerzahler für die verluste.
mit anderer leute geld zockt es sich doch gleich viel besser.
"spielen" ist mittlerweile gesellschaftlich geachtet.
lotto, casinos, sportwetten, jüngst der poker-boom.
das sind nicht leute mit einer tristen existenz, die ihr letztes hemd verzocken, sondern grossteils durchschnittsbürger,
die den nervenkitzel und dabei unterhaltung suchen.
und dieser markt geht in einer krise eben wieder zurück.
@derjungeroemer
> sondern grossteils durchschnittsbürger ...
> die den nervenkitzel und dabei unterhaltung ...
Die mag es zwar auch geben, doch gehört der Großteil jener, welche bei Online-Casinospielen bzw. Pokerturnieren ihr Geld verspielen zu jenen DAUs, welche die Märchen von den "leichten und schnellen Gewinnen", "sicheren Strategien", "98% Ausschüttung" etc. glauben.
Wirkliche Gewinner sind dabei aber nur die Casinos, die - da sie in Steueroasen beheimatet sind - nach Gutdünken entscheiden können, ob sie etwaige erzielte Gewinne überhaupt auszahlen oder dies wegen Betrugsverdacht etc. verweigern, da kaum jemand klagen wird, sowie einige (gewerbsmäßige) Profispieler, welche mit Wissen und Tricks die naiven Glücksritter abzocken.
tja, meine achtung hat das glücksspiel nicht. man sagt im volksmund nicht ohne grund deppensteuer dazu. und der anblick eines spielsüchtigen, der hochverschuldet sein ganzes umfeld in den finanziellen abgrund reißt, unterhält mich auch nicht. ich kenne viele einfache arbeiter, die viel geld in lottoscheine investieren, obwohl der lohn nicht bis zum monatsende reicht. und ehrlich gesagt, reiche spieler, die ohne mit der wimper zu zucken, unsummen setzen und auch verlieren, und meistens auch geldscheine als streichhölzer mißbrauchen oder sonstwie verjubeln, haben meinen respekt auch nicht. die sind mir zu inflationär.
kommen 100 Bank/Fonds/Aktienmanager, die alles verspielen und tausende Existenzen ruinieren.
Man rechnet mit ca. 20 Mio Arbeitslosen wegen der Finanzkrise.
Also bitte die Kirche im Dorf lasssen. Und eigenartigerweise gibt es auch Drogensüchtige OBWOHL Drogen verboten sind. Was glauben Sie, machen Spieler und Spielsüchtge, wenn das legale Glückspiel verboten wird? Erraten: Sie spielen in dunklen Hinterzimmern...
Was ist also besser: Das Geld der Allgemeinheit zukommen zu lassen oder einer Zocker-Mafia, die mit dem Schwarzgeld sich in legale Unternehmen einkauft ...?
Denken ist nicht des Österreichers Stärke ....
was unterstellen sie mir ihre eigenen phantasien?
ich will das glücksspiel nicht verbieten, ich bringe bloß den spielern keine achtung entgegen.
sie können das ja halten wie sie wollen, aber mein wertesystem laß ich mir von ihnen sicher nicht nehmen.
ich mache auch keinen unterschied zwischen spielsüchtigen in einem casino und in einer bank.
inakzeptabel ist nur,
daß die einen für ihre schulden bezahlen müssen und für betrug bestraft werden,
die anderen in ruhe weiterspielen können und der steuerzahler vom eigenen rechtsstaat gezwungen wird, spielgeld in unbegrenzter höhe zur verfügung zu stellen.
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