Thoma: Verkauf von Drei wäre nicht Ende der Welt

20. Oktober 2008, 09:49
16 Postings

Der Drei-CEO glaubt, dass Hutchison Telekom einmal sehr teuer verkauft werden wird - Mutterkonzern würde sich keine profitablen Deals entgehen lassen

Alle Jahre wieder kursieren Gerüchte über den Verkauf von Drei, österreichische Mobilfunk-Tochter von Hutchison Whampoa. Der Konzern besitzt neben dem Telekommunikationsunternehmen auch Reedereien, Hotels, Ölunternehmen und die Parfümeriekette Marrionnaud. Ziel des Unternehmens ist es, Geld zu machen. Drei-CEO Berthold Thoma geht davon aus, dass Hutchison Telekom "einmal sehr teuer verkauft werden" wird, wie er gegenüber dem Wirtschaftsblatt erklärt.

Konsolidierung geht weiter

Im Vorjahr hat Hutchison das Telekom-Geschäft in Indien um 11,1 Milliarden US-Dollar an Vodafone verkauft. Es sei kein Weltuntergang, wenn das auch in Europa passiere. Thoma rechnet damit, dass sich in Europa nur wenige Betreiber etablieren werden können. "In Österreich wird maximal die T-Mobile nicht davon betroffen sein", so der Drei-Chef.

Finanzkrise

Dass die Finanzkrise Auswirkungen auf die Übernahmepläne der großen Konzerne hat, glaubt er nicht. Allerdings sieht Thoma Unternehmen potentiell gefährdet, die keinen strategischen, sondern einen Finanzinvestor als Mehrheitseigentümer haben, so wie Orange. (red)

Link

Drei

  • Berthold Thoma, CEO Hutchison 3G Austria
    foto: drei

    Berthold Thoma, CEO Hutchison 3G Austria

Share if you care.