Ein Preis als Kinostarthilfe

17. Oktober 2008, 17:39
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Seit 1997: Leserjury bei Viennale

Wien - Zumindest einmal im Jahr vermag der Standard Kinoträume wahr werden zu lassen. Nämlich dann, wenn aus zahlreichen Leserinnen und Lesern fünf Enthusiasten für die Standard-Lesejury ausgewählt werden. Bereits seit 1997 wird eine solche in die Festivalwelt der Viennale eingeschleust, um aus 20 Filmen, die noch über keinen heimischen Verleih verfügen, einen Gewinner zu wählen. Der Preis: Inserate im Wert von 10.000 Euro - ein Köder, der es erleichtern soll, den Film in die Kinos zu bringen. Das ist übrigens öfters gelungen - mit großartigen Filmen wie Claude Lanzmanns Sobibor oder Lisandro Alonsos Los Muertos.

Der 32-jährige Adrian Ortner wird in diesem Jahr der Leserjury angehören. In seiner Bewerbung beschrieb er sich kokett als Repräsentant eines Nischenpublikums mit dem Glanz eines B-Movie-Stars: Ortner sammelte bereits als Soap-Darsteller Erfahrungen. Der Publizistik-Absolvent ist begeisterter Kinogeher; während seiner Studienzeit in Berlin arbeitete er als Übersetzer im Arsenal-Kino, der dortigen Cinemathek: "Ich konnte mir alle Filme anschauen - bis zum Abwinken!" Lieblingsregisseure? "Gus Van Sant, John Waters, Agnieszka Holland etc."

Von seiner erstmaligen Tätigkeit als Juror erwartet sich Ortner auch Einblicke hinter die Kulissen des Festivalbetriebs. Und was sagt er über den Standard? "Die einzige Zeitung, die ich regelmäßig lese; die einzige, die sich möglichst breit mit dem Kino auseinander setzt - und Hollywood genauso reflektiert wie ein anderes Kino." (Dominik Kamalzadeh/DER STANDARD-Printausgabe, 18./19. Oktober 2008)

 

 

Leser-Juror Adrian Ortner. F.: Newald

  • Christian Fischer, 14. Juni 2000
 Die scheue Elfriede
Jelinek schenkte Christian Fischer einen Moment in der Privatheit des
Gartens. Als sie 2004 den Nobelpreis bekam, wurde das Bild zur Ikone.
    foto: christian fischer
    Christian Fischer

    Christian Fischer, 14. Juni 2000

    Die scheue Elfriede Jelinek schenkte Christian Fischer einen Moment in der Privatheit des Gartens. Als sie 2004 den Nobelpreis bekam, wurde das Bild zur Ikone.

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