iBeer vs. iPint: 12,5 Millionen Dollar-Klage um iPhone-Spielerei

20. Oktober 2008, 18:58
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Der Erfinder der iPhone-App iBeer beklagt Ideen-Diebstahl durch iPint - Rechteinhaber verlangt 12,5 Millionen Dollar

Steve Sheraton hat es mit seiner kuriosen iPhone-Anwendung iBeer auf so manche Nachrichtenseite geschafft, nicht zuletzt weil es eine der erfolgreichsten Apps im AppStore ist. Das Spaß-Tool, das um 2,39 Euro verkauft wird, hat auch andere Entwickler inspiriert. Der US-Bierbrauer Coors bietet die kostenlose Version iPint an. Und das schmeckt Sheraton gar nicht.

Sechs Millionen iPints

Viel können die Anwendungen nicht - sie zaubern lediglich die Illusion eines kühlen Blonden auf das Display des Handys und leeren sich, wenn man das Gerät schief hält. Sheratons iBeer wird von dem in Las Vegas beheimateten Softwarekonzern Hottrix vertrieben. Das Unternehmen hat nun eine Schadensersatzklage gegen Coors ins Rollen gebracht und fordert 12,5 Millionen US-Dollar für entgangene Umsätze. Das kostenlose iPint sei über sechs Millionen Mal heruntergeladen worden.

Zauberer-Ehre verletzt

Magier Sheraton, der auch die Apps iMilk, iGoldfish und iMunchies entwickelt hat, will selbst keine rechtlichen Schritte einleiten, obwohl er sich als wahrer Erfinder des digitalen Biers sieht. Zauberer würden ihre Tricks nicht urheberrechtlich schützen oder patentieren lassen. Es sei aber eine große Schande unter Zauberern, jemanden den Trick zu klauen. Das sieht man unter Software-Entwicklern aber offenbar anders. (red)

  • iPint (links) vs. iBeer

    iPint (links) vs. iBeer

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