Pentagon sieht menschliche Schutzschilde als feindliche Kämpfer

27. Februar 2003, 08:31
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Warnung vor freiwilligem Einsatz - US-Militär will nicht für Sicherheit garantieren

Washington - Das Pentagon hat Kriegsgegner davor gewarnt, sich als menschliche Schutzschilde im Irak niederzulassen. Das US-Militär könne im Falle eines Angriffs nicht für ihre Sicherheit garantieren, sagte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Mittwoch in Washington. Es sei ein Kriegsverbrechen, Menschen als Schutzschilde einzusetzen.

In den vergangenen Tagen sind in Bagdad Dutzende Kriegsgegner eingetroffen, die sich in der Nähe von Elektrizitätswerken und Krankenhäusern niederließen. Sie wollen damit Angriffe auf zivile Ziele verhindern.

Die Ausländer könnten möglicherweise als Kämpfer der gegnerischen Seite angesehen werden, sagte ein Pentagon-Beamter. "Ich bin kein Rechtsexperte, aber man könnte durchaus argumentieren, dass diese Leute sich in den Dienst der irakischen Regierung gestellt haben und damit die Linie zwischen Zivilisten und Kämpfern überschritten haben."

Die irakische Regierung habe zahlreiche Waffen in Wohngegenden versteckt, sagte der Beamte in einem Hintergrundbriefing, unter anderem "in Parks, Moscheen, Krankenhäusern, Hotels und sogar auf Friedhöfen". (APA/dpa)

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