Alfred Hrdlicka feierte 75. Geburtstag

27. Februar 2003, 20:03
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"mir fällt nichts ein - mir fällt was auf" heißt eine Ausstellung zum Anlass

Wien - Alfred Hrdlicka, einer der wichtigsten zeitgenössischen Bildhauer Österreichs, feierte am Donnerstag seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass eröffnete die Wiener Galerie Ernst Hilger unter dem Titel "mir fällt nichts ein - mir fällt was auf" eine Ausstellung mit ausgewählten Werken Hrdlickas zum Thema Porträtkunst.

Alfred Hrdlicka wurde am 27. Februar 1928 in Wien geboren. Nach Absolvierung einer Zahntechnikerlehre begann er an der Akademie der bildenden Künste zunächst Malerei bei Albert Paris Gütersloh und Josef Dobrowsky zu studieren, ehe er mit Diplom als akademischer Maler in die Bildhauerklasse von Fritz Wotruba eintrat, um 1957 auch als Bildhauer akademische Ehren zu erwerben. Nur wenige Jahre nach seiner ersten Skulpturenschau 1960 in Wien war Hrdlicka 1964 Vertreter Österreichs bei der Biennale in Venedig.

Neben zahlreichen internationalen Ausstellungen und Auszeichnungen sorgte Hrdlicka mit seinen Arbeiten immer wieder für Aufregung. 1963 erregten sich die Gemüter in Salzburg, nachdem sein "Orpheus" für das Kleine Festspielhaus angekauft worden war. 1967 versammelte sich eine "Liga gegen entartete Kunst" zum Protest gegen das in Wien enthüllte "Renner-Denkmal" Hrdlickas. In Hamburg sorgte sein monumentales "Gegendenkmal" zum Krieger-Ehrenmal für heiße Diskussionen, in Wien das Albertina-Mahnmal. (APA)

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    Alfred Hrdlicka neben seiner Bronzeskulptur 'Bal de victime' im Willy-Brand-Haus in Berlin. Anlässlich des 75. Geburtstages des Bildhauers und Malers sind Teile seines Werks bis 14. März 2003 auch in der SPD- Zentrale ausgestellt.

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