Kill Switch: Auch Android hat ein Hintertürchen

17. Oktober 2008, 11:46
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Google behält sich ebenso wie Apple vor, Applikationen vom Handy zu entfernen, die gegen die Vertriebsvereinbarung verstoßen

Kunden und Entwickler zeigten sich gleichermaßen empört darüber, dass Apple am iPhone ein Hintertürchen eingebaut hat, um unerwünschte Applikationen vom Gerät zu entfernen. Nun hat Computerworld herausgefunden, dass auch Google einen derartigen Kill Switch in Android integriert hat.

Keine Geheimnisse

Im Fall, dass Google ein Produkt entdeckt, das gegen die Vertriebsvereinbarungen verstoße, behalte sich das Unternehmen das Recht vor, die Applikation direkt vom Handy wieder zu löschen. Im Gegensatz zu Apple, das das Vorhandensein des Kill Switch erst nachträglich zugegeben hatte, weise Google in seinem Betriebssystem Android unter "About phone" selbst hin.

Geld-Rückerstattung

Google wolle Nutzern zudem das Geld für eine gekaufte Applikation wieder zurückerstatten, falls diese vom Konzern gelöscht werde. Die Kosten zurückerstatten will Google aber auch, falls Kunden unzufrieden sind. Nutzer können die Anwendungen 24 Stunden ausprobieren, danach erlösche das Rückgaberecht. Erworbene Programme können zudem beliebig oft wieder neu installiert werden.

Der Kill Switch sei für Google wichtiger als für Apple, da der Suchmaschinenbetreiber die Anwendungen vorher nicht prüfe und es möglich sei, dass auch schädliche Programme auf den Geräten installiert werden.

Nicht in Atomkraftwerken verwenden!

Google weise in den Tiefen des Betriebssystems auch auf andere Dinge hin. So seien die Anwendungen unter anderem nicht für den Einsatz in Atomkraftwerken, Flugkontroll-Stationen oder mit lebenserhaltenden Systemen geeignet. Darüber hinaus lasse Google bei den Credits wissen: "Bei der Herstellung des Produkts kamen keine Roboter zu schaden." (red)

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    Ein Hintertürchen in Android ermöglicht es Google aus der Ferne schädliche Software zu deinstallieren

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