Lächeln als Revolte

17. Oktober 2008, 02:02
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    foto: warner

    Warner Home Video, Region 2

Paul Newman in "Der Unbeugsame" aka "Cool Hand Luke" als DVD-Neuerscheinung

Paul Newman, der am 26. September an Krebs gestorben ist, war ein Star, der seine Ausstrahlung bis ans Lebensende behielt. Aber schon in den 60er-Jahren, seinem vielleicht wichtigsten Jahrzehnt, spielte er mit großer Gelassenheit, im vollen Vertrauen auf seine Präsenz. "Der Unbeugsame" ("Cool Hand Luke", 1967), nur wenige Tage vor seinem Tod auf DVD erschienen, ist einer der zentralen Filme dieser Zeit.

Newman verkörpert einen Kriegsveteranen, der im Rausch Parkuhren demoliert und deshalb zu einem Aufenthalt im Straflager verurteilt wird. Die Insassen müssen als Chain-Gang sinnlose Straßenarbeiten verrichten. Wer nicht pariert, landet in Einzelhaft.

Stuart Rosenbergs Regie ist ganz auf Newmans Charisma ausgerichtet, auf diese stoische Coolness, mit der er zuerst die Anfeindungen seiner Leidensgenossen übersteht und dann jene der sadistischen Wärter. Die Rolle des sanftmütigen Rebellen, der alle Ungerechtigkeiten mit einem Lächeln quittiert, war wie maßgeschneidert für einen Star, der auch in weiten Streifenhosen gut aussah.

Das Ende ist wie ein Nachruf: Nach einem gemeinsamen Fluchtversuch berichtet George Kennedy verliebt von Newmans Heldentum - und noch einmal sieht man jene zentralen Szenen, in denen er alle überstrahlt. (Dominik Kamalzadeh / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17.10.2008)

 

an kog
04
18.10.2008, 22:36

Vielleicht war das Geheimnis von Paul Newman, dass er in jeder Rolle so viel Leben ausgestrahlt hat, dass man ihn nur lieben und bewundern hat können.

Alles gespielt, aber irgendwie trotzdem nicht nur gespielt.

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