Demo hat begonnen

27. Februar 2003, 19:18
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Die Anti-Opernball-Demonstration ist vom Museumsquartier losgezogen - von 1700 Polizisten begleitet

Wien - Am Donnerstagabend, wird nur eines helfen: Die Wiener Innenstadt mit dem Auto großräumig meiden. Nach 19 Uhr wird die Anti-Opernball-Demonstration, begleitet von 1700 Polizisten, vom Museumsquartier losziehen.

Route

Der Versammlungspunkt ist um 19.00 Uhr auf dem Museumsplatz angesetzt, wo eine rund einstündige Auftaktkundgebung stattfindet. Von dort folgt die Route dem Verlauf Babenberger Straße - Burgring - Eschenbachgasse - Getreidemarkt - Rechte Wienzeile und Kärntnerstraße bis zur Polizeiabsperrung, die sich auf Höhe der Elisabethstraße - Bösendorfer Straße befinden wird. In Sichtweite der Oper - wird die Abschlusskundgebung über die Bühne gehen.

Bereich rund um die Oper wird großräumig abgesperrt

Das Sperrgebiet rund um die Oper am Wiener Ring ist ausgeweitet worden. Damit fallen Robert-Stolz-Platz und Schillerplatz ebenfalls in jenes Gebiet, in dem ab etwa 19.00 Uhr das Platzverbot gilt.

Der Bereich rund um die Oper wird ohnehin großräumig abgesperrt, dazu kommen Teile des Rings und der ehemaligen Zweierlinie. Sämtliche Straßenbahnlinien und Autobusse werden in diesem Bereich kurzgeführt. Außerdem müssen voraussichtlich ab 19 Uhr aus Sicherheitsgründen die U-Bahn-Aufgänge im Bereich Kärntner Ring und Oper gesperrt werden.

Mehr Schutz wegen weltpolitischer Lage

Nach Hofrat Ewald Bachinger, Leiter des Wiener Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung werde mit einer größeren Zahl an Demonstranten gerechnet, zudem sei auch der Bereich Ballhausplatz - Heldenplatz in Bezug auf die zu erwartende Donnerstags-Demo zu beachten. Nicht zuletzt ist Bachinger zufolge mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage ein verstärkter Objektschutz erforderlich. "Eine höhere Gefährdung ist aus dem größeren Polizeiaufgebot nicht abzuleiten", sagte der LVT-Chef.

Hoffnung auf ruhige Demo

Bachinger zufolge ist mit einer ruhigen Demo zu rechnen. Der Veranstalter sei sehr kooperativ, er lege selbst Wert auf einen friedlichen Ablauf des Protests, wie es auch die als vorbildlich bekannte Wiener Demonstranten selbst bevorzugen. "Man kann aber natürlich nicht ausschließen, dass einige Gewalttäter auftreten", erklärte der Staatsschützer. Die Exekutive verfolge die Strategie, Kontakt mit den Organisatoren aufzunehmen und zu kooperieren. Sollte es zu einer Gewalteskalation kommen, werde man aber konsequent einschreiten.

Protest gegen Armut und Odachlosigkeitab 14 Uhr in der Mariahilfer Straße

Eine weitere Aktion findet ab 14 Uhr in der Mariahilfer Straße statt: ein Protest gegen Armut und Odachlosigkeit, da am Opernball das Bild vermittelt werde, "dass in Österreich uneingeschränkter Wohlstand herrscht", erklärte der Initiator Bündnis gegen Armut und Obdachlosigkeit. Die Veranstaltung soll informativen Charakter haben. (frei, DER STANDARD Printausgabe 27.2.2003)

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