Belastetes Lernen

26. Februar 2003, 19:23
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Wirbel um Studiengebühr und Lehrzeiten

Man solle nicht alles glauben, was in der Zeitung steht und was im Fernsehen gesagt wird: Noch ehe sie ihre Pläne für den Bildungsbereich präsentieren konnten, versuchten die Koalitionsverhandler mit dieser Aussage zu relativieren, was durchgesickert war. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer hat jedenfalls Berichte, dass die Lehrverpflichtung der Lehrer angehoben werden soll, als ebenso falsch dementiert wie Berichte, wonach die Höhe der Studienbeiträge künftig von den Unis selbst festgesetzt werden kann.

Der ORF hatte am Dienstag berichtet, dass die Lehrverpflichtung auf OECD-Niveau angehoben werden soll. Im Text des Koalitionspapiers heiße es vielmehr: "Überprüfung des Zulagensystems und der Lehrverpflichtung im Lichte der OECD-Standards".

Dies sei notwendig, weil die bisherigen internationalen Vergleiche durch die unterschiedlichen Berechnungssysteme der einzelnen Länder "stark verzerrend" wirken. Gehrer will auch an der Höhe der Studienbeiträge für alle Universitäten mit 363,36 Euro festhalten - Studenten haben protestiert, als die Presse das Gerücht verbreitete, künftig würden die Gebühren von den Unis statt vom Gesetzgeber festgesetzt. (cs, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 27.2.2003)

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