Exit für IT-Messe Ifabo, es lebe "Enter"

26. Februar 2003, 18:40
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Reed Messe versucht Neupositionierung

Wien - Der Betreiber der zuletzt glücklosen Bürotechnik-Messe Ifabo, die Reed Messe Wien, hat nun ein neues Messekonzept für das neue Messegelände im Prater vorgelegt. Kernstück der Reform sind einige neue Messen rund um Informationstechnologie, vor allem "Enter03", eine Fachmesse, die schon im Spätsommer, vom 16. bis 19. September 2003, die Ifabo ersetzt.

Neu dabei ist, dass man mit der Wirtschaftskammer Wien (WKW) als Kooperationspartner offensiver als bisher die mittelständische heimische Industrie ansprechen will - sowohl von der Gäste- als auch der Ausstellerseite. Dazu sollen Unternehmens- und Personalberater, Förderungsspezialisten oder Outsourcer eingebunden werden; die Wirtschaftskammer soll für die Schau werben.

Stringente Themengliederung

Eine Befragung der 500 größten heimischen IT-Unternehmen habe ergeben, dass die Neukundengewinnung für die Aussteller ein wichtiger Punkt sei, sagte der Geschäftsführer für Marketing und New Business der Reed Exhibitions, Matthias Limbeck, was man durch eine stringente Themengliederung der Schau erreichen will.

Außerdem geht Enter in die Bundesländer und wird virtuell". Ab 2004 soll die Messe jeweils eintägig auch in Linz, Salzburg und Graz stattfinden, das ganze Jahr über soll es eine Internet-Plattform geben, bei der Aussteller Angebote rund um den Messebau einholen können und Besucher mit Firmen Messetermine vereinbaren können.

Events

Ab 2004, wenn alle Teile der "MesseWienNeu" fertig gestellt sind, will die Reed Messe zwei weitere Events zum Thema Informationstechnologie veranstalten. Für Jänner 2004 ist eine Publikumsmesse namens Funtec geplant, die "als multimedialer Groß-Event mit starkem Entertainmentfaktor" (Limbeck) konzipiert ist. Dabei soll es auch Konzerte und Shows auf dem neuen Messegelände geben.

Im Oktober 2004 wird die von Reed Großbritannien in London ausgerichtete Mediacast als Klon in Wien starten. Es ist dies eine auf den Schwerpunkt Breitbandtechnik und digitales TV für osteuropäische Staaten konzipierte Fachmesse, die in enger Zusammenarbeit mit EU-Stellen stattfinden soll, die für die Beitrittskandidaten relevant sind. Es sind dies vor allem die Initiativen eEurope und eEurope plus. (ruz, DER STANDARD, Printausgabe 27.2.2003)

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