Schreiduelle der Demonstranten für und gegen Schwarz-Blau

28. Februar 2003, 16:45
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Ballhausplatz vor Angelobung großräumig abgesperrt

Wien - Auch diesmal begleitete die schwarz-blaue Regierung ein lautes Pfeifkonzert am Weg zur Angelobung. Anders als im Februar 2000 mussten die Demonstranten aber diesmal am Heldenplatz bleiben, in ausreichender Distanz zur Präsidentschaftskanzlei. Die Polizei hatte bereits seit 10.00 Uhr ein Platzverbot für den Ballhausplatz verhängt. Wurfgeschosse flogen nicht. Die neue Regierung konnte also ungestört und oberirdisch zum Bundespräsidenten spazieren. Vor drei Jahren musste das Kabinett Schüssel I einen unterirdischen Verbindungsgang benutzen.

Anders als im Februar 2000 waren diesmal nach Angaben der Polizei nur rund 350 Kundgebungsteilnehmer gekommen. Ca. 100 davon waren ÖVP-Sympathisanten, die auf Transparenten "Kurs halten" forderten, den Bundeskanzler mit lautem "Wolfgang, Wolfgang"-Rufen anfeuerten und Luftballons steigen ließen. Angeführt wurden sie von jungen ÖVP-Funktionären in den bereits aus dem Wahlkampf bekannten gelben Jacken.

Direkt daneben standen rund 250 Gegendemonstranten, die mit Trillerpfeifen und Buh-Rufen gegen die schwarz-blaue Regierung protestierten. Die beiden Demonstranten-Grüppchen lieferten einander immer wieder Schrei- und Pfeifduelle. Rund um den Ballhausplatz waren am Freitagnachmittag rund 250 Polizisten im Einsatz. Die Platzsperre am Ballhausplatz dürfte nach Angaben eines Polizeisprechers bis 19.00 Uhr gelten. (APA)

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    Rückblick: Der Ballhausplatz am 4.2.2000

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