Weltweites Interesse an Microsoft-Verächter Schwäbisch Hall

27. Februar 2003, 12:09
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Deutsche Stadt sorgt mit der Umrüstung ihrer Computer auf das freie Betriebssystem Linux weltweit für Aufsehen - Einmalige Einsparung durch Umrüstung bei 200.000 Euro

Die baden-württembergische Stadt Schwäbisch Hall sorgt mit der Umrüstung ihrer Computer auf das freie Betriebssystem Linux weltweit für Aufsehen. Bei der Stadtverwaltung und dem Nürnberger Linux-Dienstleister SuSE gingen seit der Ankündigung im November 2002 Anfragen aus den USA und Chile ein, sagte SuSE-Manager Stefan Werden am Mittwoch in Schwäbisch Hall. Über 30 kommunale Einrichtungen in Deutschland hätten sich ebenfalls nach dem Modell erkundigt. Besonders in den USA und bei Großunternehmen sei das Interesse, sich von Microsoft-Software zu trennen, deutlich herauszuhören.

"Wir ersetzen die bisher marktbeherrschende Software Word und Excel von Microsoft durch das nicht lizenzpflichtige Linux-System OpenOffice"

Bis Ende 2004 will die Stadt ihre Infrastruktur für Informationstechnologie komplett auf Linux umstellen und damit Bill Gates und seinem Unternehmen die kalte Schulter zeigen. "Wir ersetzen die bisher marktbeherrschende Software Word und Excel von Microsoft durch das nicht lizenzpflichtige Linux-System OpenOffice", berichtete Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. Die geschätzte einmalige Einsparung bezifferte er auf 200.000 Euro.

Signifikante Marktanteile

Tausende Sofware-Entwickler rund um den Globus arbeiten seit 1991 an Linux mit und stellen ihre Ergebnisse samt dem Quellcode und ohne Lizenzgebühr zur Verfügung. Das freie Betriebssystem hat bisher allerdings nur bei Großrechnern signifikante Marktanteile erreicht. Die Linux-Dienstleister hoffen jedoch darauf, dass der Unmut über das neue Lizenzmodell von Microsoft immer mehr Unternehmen und Kommunen zum Umstieg bewegt.(APA/dpa)

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