Schröder fordert Irak zur Zerstörung der Samud-2-Raketen auf

26. Februar 2003, 18:54
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Auch Russland und Frankreich dafür - Fischer trifft spanische Außenministerin Palacio

Moskau - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den Irak am Mittwoch aufgefordert, die Samud-2-Raketen wie von der UNO gefordert zu verschrotten. Schröder äußerte sich bei seiner Ankunft in Moskau, wie die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch berichtete. In der russischen Hauptstadt wollte Schröder mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Irak-Krise sprechen.

Zuvor hatten bereits Russland und Frankreich den Irak zur Vernichtung seiner Kurzstreckenraketen vom Typ El Samud 2 gedrängt. Einige Samud-2-Raketen können nach Expertenangaben bis zu 183 Kilometer weit fliegen; die UNO gestattet Bagdad aber nur Raketen mit einer Reichweite von höchstens 150 Kilometern. Frankreich und Russland hatten zusammen mit Deutschland ein Memorandum bei den Vereinten Nationen eingebracht, um den Irak bei aktiver Zusammenarbeit mit den UNO-Waffeninspektoren mehr Zeit zum Abrüsten zu gewähren.

Der deutsche Außenminister Joschka Fischer wird am Donnerstag in Brüssel mit seiner spanischen Amtskollegin Ana Palacio zu Beratungen über den Irak-Konflikt zusammentreffen. Das erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin. Fischer werde sich unmittelbar vor einer Sitzung des EU-Konvents (15.00 Uhr) zu einem Mittagessen mit Palacio treffen. Spanien hat zusammen mit den USA und Großbritannien den Entwurf für eine weitere UNO-Resolution vorgelegt, die einen Krieg gegen den Irak legitimieren würde.

Raketen fliegen zu weit

Einige Samud-2-Raketen können nach Expertenangaben bis zu 183 Kilometer weit fliegen; die UNO gestattet Bagdad aber nur Raketen mit einer Reichweite von höchstens 150 Kilometern. Frankreich und Russland hatten zusammen mit Deutschland ein Memorandum bei den Vereinten Nationen eingebracht, um dem Irak bei aktiver Zusammenarbeit mit den UN-Waffeninspektoren mehr Zeit zum Abrüsten zu gewähren. (APA)

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