WU verschärft Studieneingangsphase

26. Februar 2003, 15:23
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Ursprünglicher Plan der Eingangsprüfung wird entschärft, dafür weniger Lehrveranstaltungen

Wien - Die Studieneingangsphase an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien wird leicht verschärft. Das haben die wichtigsten Studienkommissionen an der WU am Mittwoch beschlossen, die weiteren sollen im Laufe des Nachmittags noch folgen. Konkret wurde der Umfang einer vor wenigen Wochen noch geplanten Eingangsprüfung, die von den Studentenvertretern kritisiert wurde, reduziert und ihr Zeitpunkt nach hinten verschoben. Dafür werden im ersten Semester nur mehr acht statt zehn Lehrveranstaltungen angeboten. WU-Rektor Christoph Badelt sah in der nun erfolgten Einigung gegenüber der APA einen "klassischen politischen Kompromiss".

Bisher mussten die WU-Studenten in der zwei Semester dauernden Studieneingangsphase sechs von zehn angebotenen Lehrveranstaltungen absolvieren. Im Jänner sorgten Pläne zu einer Verschärfung für Unruhe an der WU. Diese sahen am Anfang des Studiums eine große Prüfung aus den Bereichen Marketing, Volkswirtschaftslehre und Mathematik vor, wobei alle drei Teile positiv absolviert hätten werden müssen, um weiter studieren zu können. Die Hochschülerschaft an der WU sah darin eine "Knock-Out-Prüfung" und konnte einen Beschluss in den Studienkommissionen verhindern.

Der nun erzielte Kompromiss sieht folgendermaßen aus: Künftig müssen sechs von nur mehr acht Lehrveranstaltungen absolviert werden, darunter verpflichtend eine größere Prüfung aus Volkswirtschaftslehre und Mathematik. Andernfalls ist der "Aufstieg" ins weitere Studium nicht möglich. Außerdem wurde der Zeitpunkt nach hinten verlegt: musste die ursprünglich geplante Eingangsprüfung bereits nach sieben Wochen abgelegt werden, ist nun auch eine Prüfung nach 15 Wochen möglich. Dies bietet den Studenten die Möglichkeit, inzwischen andere von den acht angebotenen Lehrveranstaltungen zu besuchen und für die Gewährung von Studien- bzw. Familienbeihilfe nötige "Scheine" zu sammeln.

Mit der Lösung zeigten sich alle Beteiligten zufrieden: Studiendekan Karl Sandner sah die Ziele der WU erreicht: Mit der Neuorganisation der Eingangsphase könne man nun die Zahl der Drop-Outs senken und Ressourcen einsparen. Die Hochschülerschaft an der WU sah es als Erfolg, dass von ihr eingebrachte "Alternativvorschläge" aufgegriffen worden sowie "Knock-Out-Prüfungen" verhindert worden seien. Badelt verwies wiederum darauf, dass die Studenten am Anfang ihrer WU-Ausbildung nun gezielter studieren und sich auf die nötigen sechs Fächer konzentrieren müssten. (APA)

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