Ried: Faschingsnarr statt Haider

26. Februar 2003, 14:52
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Villacher "EU-Bauer" ersetzt Kärntner Landeshauptmann bei traditionellem FPÖ- Aschermittwochs-Treffen in der Jahn-Turnhalle

Klagenfurt/Ried - Einer der Stars des Villacher Faschings, der "EU-Bauer" Manfred Tisal, wird heuer beim traditionellen Aschermittwoch-Treffen der FPÖ in Ried im Innkreis Altparteiobmann Jörg Haider ersetzen. Tisal bestätigte am Mittwoch eine diesbezügliche Meldung der "Kleinen Zeitung". Er sei vom freiheitlichen Bezirksparteichef nach Ried eingeladen worden, anstelle Haiders in der Jahn-Turnhalle eine Rede zu halten.

"Keine politische Rede"

"Es wird keine politische Rede sein", sagte Tisal, der auch heuer wieder für Lachstürme beim Villacher Fasching gesorgt hat. Natürlich werde aber auch die Politik nicht zu kurz kommen. Er werde in seiner rund 40 Minuten dauernden Rede auf jeden Fall "a bissl auf die Leut' umehack'ln", versprach Tisal. Davon würden auch FPÖ-Politiker nicht ausgenommen sein. Beim Villacher Fasching meint der "EU-Bauer" unter anderem: "Dem Schüssel kann man ja derzeit nicht einmal einen Tritt geben, weil sonst würde man dem Haupt das Nasenbein brechen".

"Der Jörg hat geschmunzelt"

Auf die Frage, wie man auf ihn als Aschermittwoch-Redner gekommen sei, sagte der gelernte Journalist und ehemalige Grün-Gemeinderat von Arnoldstein (Bezirk Villach-Land) lachend: "Man braucht die Kärntner halt überall". Er habe selbstverständlich auch seinen langjähriger Rieder "Vorredner" Jörg Haider über sein Engagement in Kenntnis gesetzt. "Der Jörg hat geschmunzelt", sagte Tisal.

Haider bleibt in Kärnten

Haider wird allerdings auch heuer am Aschermittwoch wieder eine Rede halten, und zwar im Kulturhaus der Marktgemeinde Treibach-Althofen in Kärnten. Ob er dabei, wie in den vergangenen Jahren in Ried, wieder mit deftigen Sprüchen mit seinen Gegnern abrechnen wird, ist noch offen. (APA/red)

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    Manfred Tisal in Aktion

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