Digital-TV: AK fordert Konsumenteninteressen ein

26. Februar 2003, 14:32
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Studien zu Erwartungen und Marktentwicklung - Regulator: Wird erarbeitet - Gesamtkonzept frühestens 2004

"Mehr Schutz für Konsumenten" beim Umstieg auf Digitalfernsehen hat am Mittwoch die Arbeiterkammer (AK) gefordert. Es brauche Erhebungen zu Konsumentenerwartungen und Marktentwicklungen, "bevor ein so teures Projekt umgesetzt wird", hieß es in einer Aussendung. Daran werde ohnehin gearbeitet, konterte Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-Gmbh (RTR) in einer Reaktion: Derzeit befasse sich die Digitale Plattform Austria ja lediglich noch mit "Thesen", ein Digitalisierungskonzept werde frühstens 2004 vorliegen, "wahrscheinlich aber erst später".

"Comsumer benefit" eruieren

"Bis dahin werden selbstverständlich Studien angelegt, die genauen Kosten erhoben und insbesondere der 'consumer benefit' evaluiert", betonte Grinschgl. Die Digitalisierung steht und fällt mit der Akzeptanz durch die Konsumenten, deren Interessen außer Acht zu lassen, könne man sich daher sicher nicht leisten, so der Standpunkt der RTR. Die Aussagen der AK seien "leider dazu geeignet, Unsicherheit und Skepsis unter den Konsumenten zu schüren".

"Road Map" bis Ende 2003

Die RTR hatte bei der jüngsten Vollversammlung der Digitalen Plattform einen ersten groben Zeitplan für den Umstieg auf digitales terrestrisches Fernsehen skizziert. Demnach könnte das endgültige Abschalten der analogen Sender im Zeitraum zwischen 2008 bis 2012 kommen. Ende 2003 will die RTR eine so genannte "Road Map" vorlegen, in der Zeitplan, Kosten und der Programmnutzen - ebenfalls eine Forderung der AK - dargestellt werden sollen. (APA)

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