Billigflieger Buzz vor dem Aus

26. Februar 2003, 13:56
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Alle Flüge im April gestrichen

London/Dublin - Dem irischen Billigflieger Buzz droht das Aus: Buzz und sein neuer Besitzer Ryanair legten am Mittwoch in London einen Sanierungsplan vor, der unter anderem einen Abbau von 400 der 600 Stellen bei Buzz und die Verringerung der Flotte von zwölf auf acht Flugzeuge vorsieht. Im April werden zudem alle Buzz-Flüge gestrichen.

Streichungen

Laut Ryanair ist offen, ob sie jemals wiederaufgenommen werden. Kunden, die für April Flüge reserviert hatten, bekommen den Flugpreis erstattet. Darüber hinaus sollen zwölf Flugverbindungen ganz wegfallen, die meisten von ihnen nach Frankreich. Flüge von Berlin, Düsseldorf und Frankfurt nach London-Stansted sind vorerst nicht betroffen.

Der Plan soll zum 1. April in Kraft treten. In den kommenden Tagen werde er den Gläubigern und den Angestellten von Buzz vorgelegt, hieß es. In Kürze werde dann entschieden, ob die Flüge am 1. Mai überhaupt wieder aufgenommen würden oder Buzz geschlossen werden müsse, erklärte Ryanair. Sollte Buzz weiter fliegen, will Ryanair die Ticketpreise um 50 Prozent senken. Ryanair hatte den ehemals zur niederländischen KLM gehörenden Billigflieger Ende Jänner für 23,2 Mio. Euro übernommen.

Finanzlage "prekär"

"Die Finanzlage von Buzz ist sehr prekär", hieß es zur Begründung. Die Airline leide unter strukturellen Problemen - wie zu hohen Preisen, einer zu geringen Auslastung der Flugzeuge und ungünstigen Flugzeiten. Außerdem häuften sich die Verluste. Ryanair geht von einem wöchentlichen Minus von einer Million Euro aus. Im Geschäftsjahr 2002 hatte Buzz einen Verlust von 30 Mio. Euro gemacht. (APA/Reuters)

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